
Endlich war der Tag gekommen. Der Tag, der für viele von uns der eigentliche Grund war, das Fach Bili zu wählen ;). Am Sonntag, den 25. Mai ging es los und wir trafen uns um 18:45 Uhr mit Sack und Pack am Nymphenburger Schloss. 38 Schülerinnen der 8. und 9. Klassen, Frau Chapman, Herr Steger und Herr Baxter hatten dieses Jahr das Vergnügen, nach Brighton zu fahren. Um 19:30 Uhr ging die lang ersehnte Fahrt endlich los.
Nachdem wir Luxemburg, Frankreich und Belgien hinter uns gelassen hatten, fuhren wir mit unserem Bus in Dünkirchen auf die Fähre, die uns schließlich an die Küste von Dover brachte. Die Stimmung während der gesamten Busfahrt war entspannt. Wir haben uns die Zeit mit Gesprächen voller Vorfreude, Musik hören und „Imposter“ spielen vertrieben. Natürlich wurde auch versucht, gegen die aufkommende Müdigkeit anzukämpfen, doch zum Schluss siegte dann doch der Schlaf. Am Montagmorgen fuhren wir mit dem Bus auf die Fähre. Kurz bevor wir ausstiegen, bekamen wir von Herr Steger noch ein Voucher in die Hand gedrückt, das wir auf der Fähre gegen ein typical English breakfast einlösen konnten. Das schmeckte auch, wie Herr Steger uns seit Monaten vorschwärmte, erstaunlich gut. Als die Fähre schließlich in Dover anlegte, fuhren wir mit dem Bus weiter nach Brighton wo unser Hostel war. Gegen 14 Uhr kamen wir dann in Brighton an und bezogen im Hostel unsere Zimmer. Anschließend machten wir eine kleine Besichtigung durch Brighton, damit wir wussten, wo wir uns etwas zu Essen kaufen konnten. Danach wurden wir in die freie Wildbahn entlassen, um in kleinen Gruppen nochmal zusammen alles auskundschaften zu können und uns ein Mittagessen zu besorgen. Am frühen Abend hatten wir, nachdem wir nach unserer Freizeit wieder zusammengetrommelt wurden, noch ein wenig Zeit auf dem Brighton Pier, wo der ein oder andere Chicken Nugget im Magen einer penetranten Möwe landete. Auf dem Brighton Pier selber hatten wir auch wieder Freizeit und trotz des Windes und der Kälte wurden tolle Fotos geschossen. Zurück im Hostel, wurde auf den Zimmern noch ein bisschen gequatscht und getratscht, das Licht ausgemacht und wir fielen todmüde ins Bett.
Am Dienstag, den 27. Mai, fuhren wir, nach einem ausgiebigen Frühstück mit Toast und triangle hash browns, nach Stonehenge. Zu unserem Glück war wenig Verkehr, sodass wir pünktlicher denn je in Stonehenge ankamen. Während der Busfahrt hörten wir noch eines der Kurzreferate, die wir vorbereiten sollten. Zum Ausflugsziel passend natürlich über Stonehenge. Dort angekommen fuhren wir aufgrund des regnerischen Wetters mit dem Shuttlebus zu den Steinen, anstatt, wie eigentlich geplant, dorthin zu laufen. Bei den sagenumwobenen Steinen angekommen, wurden viele schöne (und windverwehte) Bilder und lustige Videos gemacht. Da es dann anfing zu regnen, fuhren wir mit dem Shuttlebus wieder zurück zum Visitor Centre, wo wir für unsere Freunde und Familien im Stonehenge Shop kleine Souvenirs kauften. Danach ging es für uns direkt nach Winchester weiter. Die Fahrt nach Winchester dauerte zum Glück nur so lange, wie es regnete (ca. eine Stunde) und somit hatten wir es in Winchester einigermaßen trocken. Zuerst liefen wir gemeinsam ins Stadtzentrum. Dort wurden wir dann für eine spannende Schnitzeljagd entlassen. Die Schnitzeljagd führte uns quer durch Winchester – wir bekamen viele Sachen zu sehen. Die Gebäude dort waren schon alt, aber trotzdem richtig schön und teilweise auch verziert. Einige der Schülerinnen waren schon schnell mit der Schnitzeljagd fertig und so wurde die Zeit genutzt, um ein wenig bummeln zu gehen. Es gab viele kleine Bäckereien und Cafés dort, wo wir uns bei Bedarf Abendessen oder einen Snack besorgen konnten. Später bei der Rückfahrt im Bus wurden wieder Imposter gespielt und Fotos des Tages ausgetauscht. Der Tag war sehr schön.
Am Mittwoch, den 28. Mai, fand das Highlight der Fahrt statt. Ein Tag in London! Darauf freuten sich einige von uns mit Abstand am meisten. Nach dem Frühstück fuhren wir pünktlich um 8 Uhr los. Zum Glück hatten wir wieder Glück mit dem Verkehr, es war wieder wenig los auf den Straßen. Auf der ca. dreistündigen Fahrt hörten wir wieder welche der Kurzreferate. Beispielsweise über London selbst, das Globe Theatre, den Buckingham Palace und Jack the Ripper. Als wir schließlich angekommen waren, liefen wir zur ersten Sehenswürdigkeit: dem Tower of London. Es war ein sehr beeindruckendes Gebäude. Danach marschierten wir weiter, bis wir schließlich die Tower Bridge erblickten. Sie war echt schön und wir nutzen die Gelegenheit viele Fotos zu machen. Unser erstes Ziel war der Borough Market. Dort angekommen haben wir viele verschiedene Leckereien probiert. Unter anderem die viralen Schokoerdbeeren (die ihren Hype definitiv wert sind) und auch die ein oder andere Auster, welche es leider nicht sehr lange im Magen ausgehalten hat. ;) Unser nächstes Ziel war der Big Ben auf den wir uns alle sehr freuten. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch sehr viele andere Sehenswürdigkeiten, unter anderem die die Millennium Bridge und das durch Shakespeare bekannte Globe Theatre. Kurz bevor wir den Big Ben erreichten, liefen wir am London Eye vorbei. Es war riesig, genauso wie die Schlange davor. Nachdem wir uns durch die Menschenmenge gewuselt hatten, erblickten wir ihn auch schon. Da das Wetter an dem Tag zum Glück richtig schön war, schien die Sonne genau auf den Big Ben, wodurch er golden wirkte. Natürlich mussten wir so viele Fotos wie möglich machen. Wir liefen auf eine Brücke, die uns über die Themse zum Big Ben brachte, bis wir endlich davorstehen konnten. Auch hier wurden noch schöne Fotos gemacht. Leider konnten wir nicht so lange vor dem Big Ben stehen bleiben und so mussten wir weiterlaufen. Was allerdings auch nicht weiter schlimm war, denn schon stand die nächste Attraktion vor uns. Eine ganze Straße voll mit knallroten Telefonzellen! Selbstverständlich wurden auch hier wieder richtig viele Bilder gemacht. Wir spazierten noch ein bisschen weiter, bis wir schließlich in einem Park vor dem Buckingham Palace Pause machten. Dort gab es auch ein kleines Café, wo wir uns die typischen Sandwiches kaufen konnten, von denen uns ebenfalls vorgeschwärmt wurde. Der Buckingham Palace wurde auch ausgiebig bewundert. Nach der Pause liefen wir weiter, bis wir zum Piccadilly Circus kamen. Von dort aus mussten wir nicht mehr lange zum Covent Garden, unserem nächsten Ziel, laufen. In Covent Garden angekommen hatten wir eine Stunde Freizeit, in der wir Souvenirs kaufen konnten. Auf dem Rückweg zum Bus fuhren wir ein Stück mit dem River Taxi über die Themse zurück zum Tower of London. Nachdem wir alle aus dem River Taxi ausgestiegen waren, fiel uns auf, dass wir nicht vollzählig waren! Schnell bemerkten wir, wer fehlte. Frau Chapman lief zurück zum Steg, wo das Boot uns rausgelassen hatte und kurze Zeit später kam sie mit der vermissten Schülerin zurück. Sie war aus Versehen auf dem Boot geblieben und nicht mit uns ausgestiegen. Nach diesem Schock waren wir alle froh, dass alle da waren und so liefen wir zurück zum Bus. Dieser Tag war ein sehr schöner und aufregender Tag, den wir alle nicht so schnell vergessen werden. ;)
Am vorletzten Tag, den 29. Mai, fuhren wir eine halbe Stunde mit dem Bus zur Küste zu den Seven Sisters. Das Wetter an dem Tag war leider nicht so prickelnd, so dass wir alle in unsere Regenjacken gehüllt zum Strand der Seven Sisters liefen. Auf der Wanderung dorthin sahen wir Kühe und was wir ganz besonders toll fanden Ponys, die auf einer großen Weide rumgelaufen sind. Da wir über diese Weide laufen mussten, um den Weg fortzusetzen, streichelten wir die Ponys ausgiebig. Doch das waren nicht die letzten Ponys, die wir an dem Tag zu sehen bekamen. Kurz bevor wir Strand erreichten, begegneten wir einer anderen Herde mit Ponys. Doch diese lebten etwas wilder als die anderen. Sie waren auch sehr süß und wir versuchten ebenfalls sie zu streicheln. Was allerdings gar nicht sooo einfach war, denn sie waren etwas scheu und uns gegenüber sehr skeptisch. Als wir den Strand dort erreichten, suchten viele von uns nach schönen Steinen und Muscheln. Einige wollten auch Fossilen finden, was leider nicht geklappt hat. Da das Wetter nicht gut war, entschieden die Lehrer das wir die Wanderung über die Berge sein lassen würden. Dafür liefen wir, nachdem wir einen kleinen Fluss überquert hatten, auf einen Hügel, um einen besseren Blick auf die Seven Sisters zu bekommen. Nachdem wir dort noch ein Gruppenfoto gemacht hatten, wanderten wir auf der anderen Seite des Flusses, der sich dort den Weg mäandrierend entlangstreckte, wieder zurück. Im warmen Bus angekommen spielten wir auf der kurzen Rückfahrt nach Brighton wieder Imposter. In Brighton angekommen, tauschten wir die Sachen, die bei der Flussüberquerung nass geworden waren, in trockene Kleidung um. Den restlichen Tag hatten wir Freizeit. Wir nutzten diese zum Shoppen in der Mall, zum Mittagessen oder zum Entspannen. Als wir am Abend wieder im Hostel ankamen und die Shoppingausbeute ablegten, zogen wir in kleinen Gruppen nochmal los, um Abendessen zu kaufen.
Am 30. Mai, unserem leider schon letzten Tag, machten wir noch eine Stadtführung durch Brighton. Diese startete am Brighton Pier. Wir liefen zuerst die Strandpromenade entlang. Uns wurde erklärt, dass die ganzen kleinen Cafés und Souvenir Shops, die dort waren, früher von den Fischersleuten genutzt wurden. Wir besichtigen noch ein kleines frei zugängliches Museum, indem ein Fischersboot stand. Als wir wieder draußen waren, standen überall am Weg verteilt noch andere Boote. Wir setzten uns in eins rein und machten ein Gruppenfoto. Als wir in die Altstadt von Brighton kamen, wo wir durch kleine Gassen liefen, wurde uns erzählt, dass der damalige Prinz immer Wettrennen durch diese Gassen veranstaltete, die er, wenn auch nicht ganz fair, immer gewann. Schließlich erreichten wir den Royal Pavillon, wo die Führung endete. Von außen erinnerte es an ein orientalisches Gebäude mit einigen Zwiebelkuppeln und von innen war es im chinesischen Stil eingerichtet. Es war ein sehr schönes und interessantes Gebäude. Die restliche Zeit bis zur Abfahrt hatten wir Freizeit. Wir gingen Mittagessen und dann fuhren wir auch schon los. In Dover angekommen fuhren wir wieder auf die Fähre, wo wir uns mit dem Voucher ein Abendessen holen konnten. Am Samstag, den 31. Mai, kamen wir gegen Mittag wieder zu Hause an.
Es war eine unvergessliche Fahrt! Vielen Dank an Frau Chapman, Herr Steger und Herr Baxter, dass sie diese tolle Fahrt möglich gemacht haben.
Nikita Özgünay







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