„Patrona Bavariae“ - Mit Maria auf dem Weg – mitten im Leben

Am Samstag, 13.05. machte sich eine stattliche Gruppe von Schülerinnen auf den Weg in die Stadtmitte von München. Sie alle waren mit ihren lilafarbenen Kapuzenshirts mit Schullogo gut erkennbar.

Anlässlich des Jubiläums der bayerischen Schutzfrau „Patrona Bavariae“, der Muttergottes, feierten sie mit vielen anderen Gläubigen das 100-jährige Jubiläum. Seit 1917 wird in allen bayerischen Bistümern alljährlich der Mutter Gottes gedacht. Zusammen mit zahlreichen Lehrkräften und Eltern kamen Schülerinnen der 8. und 9.auf den Odeonsplatz, um dort in einer eigens hergerichteten Jurte im Rahmen des „Pfadfinderlagers“ ideenreich und engagiert ihre Beiträge für das Kinder- und Jugendprogramm den Besuchern aus nah und fern anzubieten. Neben vielen anderen Jugendorganisationen des Bistums vertraten wir die kirchlichen Schulen.

Bei bayerischem weißblauem Himmel und angenehmen Temperaturen startete der Tag pünktlich um 10:00 Uhr. So konnten die großen und kleinen Besucher unseres Zeltes unter anderem ihr Wissen mittels eines Quiz rund um die Schulgründerin und Ordensschwester Mary Ward testen. Mit Hilfe einer Fotobox konnte man sich zusammen mit anderen als Gruppe oder als Einzelperson bunt kostümiert lustige Fotos in Postkartengröße erstellen lassen. Sogar Kardinal Marx gab unserem Stand die Ehre und begrüßte alle Teilnehmenden, zum Schluss ließ sich er sich ebenfalls in einer Gruppe ablichten. Wer sich als Textildesigner fühlen wollte, konnte eine Stofftasche freihändig oder mit einer Schablone bemalen. Einige Kinder nutzten diese Gelegenheit, um eine Kleinigkeit für die Mama am Muttertag zu haben. Neben einer kleinen süßen Überraschung für die kreativen Besucher gab es für Interessierte noch Informationen zu unserer kirchlichen Schule.

Tage der Orientierung der 9. Klassen in Benediktbeuern

Am Morgen des 8. Mai 2017 machten sich die Klassen 9a, 9b und 9c mit ihren Lehrkräften Frau Schaaps, Frau Theligmann und Frau Welzel bei strömenden Regen auf den Weg nach Benediktbeuern. Im Vergleich zu den vorherigen Jahren erwartete uns ein umgestaltetes Programm, so dass wir gleich am ersten Tag in den Genuss einer detaillierten Klosterführung kamen.

Die von den Schülerinnen vorab gewählten Themen, wie z.B. „Klassengemeinschaft“, „I am what I am“ und „Tod“ wurden mit abwechslungsreichen Methoden jugendgemäß im Klassenverband behandelt. Bei einem ausgelassenen Spieleabend konnten die Mädchen fernab von Leistungsdruck und Schulnoten den Alltag hinter sich lassen und sich nach Herzenslust austoben. Natürlich gab es außerhalb des gemeinschaftlichen Programms auch Möglichkeiten, die im Haus angebotenen Aktivitäten wahrzunehmen. Manche probierten sich zum ersten Mal in ihrem Leben an einer Kletterwand aus, andere wurden in die Regeln des Schachspielens eingeführt. Bei einem nachmittäglichen Angebot konnten die Schülerinnen aus verschiedenen Materialien unterschiedliche Artikel basteln. Morgens entschieden sich einige Mädchen, sich sportlich zu betätigen, indem sie joggen gingen, andere wiederum nahmen das tägliche Angebot eines Morgengottesdienstes in der Hauskapelle wahr. Durch die meditativen Tagesabschlüsse konnten die Schülerinnen vor dem Schlafengehen zur Ruhe kommen. Ein von der Klasse gemeinsam gestalteter Gottesdienst rundete die Tage der Orientierung ab.

Wir fühlten uns alle im Aktionszentrum Benediktbeuern sehr wohl. Jedem schmeckte das reichliche und liebevoll dekorierte Essen, bei dem sogar auf Sonderbedürfnisse Rücksicht genommen wurde. Auch das Hauspersonal war allzeit freundlich und sehr hilfsbereit. Für jede Klasse standen ausgebildete Betreuer zur Verfügung. Es gelang ihnen sehr schnell, ein gutes Verhältnis zu den Klassen aufzubauen und sie einfühlend durch die drei Tage zu begleiten. Schon recht bald waren Aussagen, wie „ich möchte sie gar nicht mehr hergeben“, zu vernehmen. Mit bester Laune und voll Energie kehrten wir bei strahlendem Sonnenschein nach München zurück.

Für uns Lehrkräfte waren diese drei Tage eine Bereicherung für die Zusammenarbeit mit unseren Klassen, da wir die Mädchen in einem anderen Umfeld als der Schule erleben durften.

 

Zur Mittagszeit konnten sich die Besucher davon überzeugen, dass auch Mädchen fetzige Rockmusikerinnen sein können, denn die Schulband, ausnahmsweise unterstützt und verstärkt durch einen jungen männlichen E - Gitarristen, stellte ihr Können auf einer Showbühne im Rahmen des Programms „Jugendkultur on stage“ unter Beweis. Die Anwesenden hörten fünf mitreißende, zeitgenössische Stücke. Unter begeistertem Applaus beendeten die jungen Musikerinnen ihren musikalischen Beitrag. Um 15:00 Uhr endete das Jugendprogramm auf dem Odeonsplatz.

Insgesamt herrschte unter allen Aktiven und im Kreis der Besucher eine entspannte und frohe Atmosphäre, so dass dieses Jubiläum allen nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.

Maria-Ward-Woche

Zeige dich, wie du bist, und sei, wie du dich zeigst.

-  Verstell dich nicht vor anderen – du bist ok!               

-  Lauf nicht einfach bei jedem Trend mit!

-  Tu nichts, um nur anderen damit zu gefallen!

-  Nimm dir Zeit zu erkennen, wer du wirklich bist!

Wer viel gewinnen will, muss auf die kleinen Dinge achtsam sein.

-  Schätze und liebe die kleinen Dinge im Leben!                    

-  Auch die kleinen Dinge können glücklich machen!

-  Achte immer auch auf die Schwächeren!

-  Sei dankbar!

 

Tue Gutes und tue es gut.                                                                               

-  Tue nichts nur scheinbar oder wegen einer Belohnung!    

-  Tue anderen Gutes aus deinem Herzen heraus!

-  Hilf Menschen in Not

-  Anderen Gutes tun, tut auch dir gut!

                            

Fürchtet euch nicht, Gott wird uns helfen.                                      

-  Habe Mut im Leben – Gott steht immer hinter dir!      

-  Gib niemals auf!

-  Du musst nicht alles alleine schaffen!

-  Gott kann dir helfen!

HÖREN und TUN – auch bei diesem Thema sehen und spüren wir es:
das Jahr der Barmherzigkeit wirkt…. weiter.

Sternsinger 2016 / 2017

Besuch der Sternsinger

Die heiligen drei König mit ihrigem Stern,
die kommen gegangen ihr Frauen und Herrn,
der Stern gab ihnen den Schein,
ein neues Reich geht uns herein:

„Wir grüßen dies Haus und wünschen euch allen von Herzen das göttliche Wohlgefallen.
Gott möge euch allen Gesundheit verleihen, dem Vieh und den Saaten ein gutes Gedeihen.
Christus möge im Hause wohnen, für jede Wohltat euch reich belohnen.
Er segne das Haus und die da gehen ein und aus. Die Liebe sei mächtig, der Herr soll euch führen, das schreiben wir heute an alle Türen.”

20 + C + M + B + 17
Christus Mansionem Benedicat
Christus segne dieses Haus

Mit diesen Worten und Segenswünschen kamen am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien unsere Ministrantinnen aus der Pfarrei St. Ulrich Unterschleißheim, Franziska Harfensteller (R7a), Eva Schneider (R5b) und Johanna Obal (G5H), als Sternsinger an die Schule. Sie brachten uns den Segen der Heiligen Drei Könige mit und besuchten die Klassen R5, R6 und R7.

An den Eingangstüren im Haupthaus, im Engelhaus, in der Villa sowie im Lehrerzimmer, aber auch an den Räumen der Schulverwaltung und bei den Schwestern der Congregatio Jesu brachten sie den bekannten Segen an, wo sie überall herzlich empfangen wurden.

Mit Gebet, Gesang und Gedicht erbaten sie eine Gabe für Kinder in Kenia, dem diesjährigen „Sternsingerland“

Wir danken für den Segen an Türen für das Haus und für alle, die ein- und ausgehen und freuen uns auf unsere Sternsinger im nächsten Jahr.

Vorweihnachtliche Gottesdienste

Weihnachtswünsche

„Was ist eigentlich das Besondere an Weihnachten / wie wünsche ich mir mein Weihnachtsfest” – mit diesem Thema beschäftigten sich die katholischen Schülerinnen im vorweihnachtlichen Gottesdienst in der Institutskirche.

Wünsche gibt es viele zu Weihnachten.

Auf den Philippinen erzählen sich die Menschen dazu die Geschichte von einem Vater, der mit dem Wunsch, einen Saal mit etwas zu füllen, an seine beiden Söhne herantrat. Während der eine nutzloses Zeug in den Saal schaffte, dachte der andere Sohn darüber nach, wie er dem Wunsch des Vaters sinnvoll nachkommen könnte und kam zu dem Schluss, eine Kerze in die Mitte der Halle zu stellen. Trotz dieses relativ kleinen Aufwands wurde der ganze Raum hell erleuchtet.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns mehr geben, als die großen Wünsche.
Ein offenes Ohr, wenn man jemanden zum Reden braucht – Unterstützung durch ein Gebet in schwierigen Situationen – ein Besuch, wenn jemand einsam ist. Zeit haben füreinander – das ist auch etwas Besonderes an Weihnachten. Zeit, um diese Werke der Barmherzigkeit wieder bewusst umzusetzen und so Wünsche zu erfüllen, die von innen erhellen.

Dies wünschten sich die Schülerinnen in den verschiedensten Sprachen und wurden dann in die wohl verdienten Ferien entlassen.

 

 

Offene Tore – offene Herzen

Das Jahr der Barmherzigkeit wirkt… weiter…

Unter diesem Motto feierte die Maria-Ward-Realschule Nymphenburg ihren diesjährigen Schuljahresanfangsgottesdienst.
Seit 8. Dezember 2015 bis 10. November 2016 findet das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit statt. Die Wurzeln des Heiligen Jahres gehen auf die hebräische Tradition des „Jubeljahres“ zurück. In diesem besonderen Jahr – dem Heiligen Jahr – soll das Thema Barmherzigkeit wieder neu ins Bewusstsein gerückt werden und so zu einer friedvolleren Welt beitragen. Erstmals seit der langen Geschichte des Heiligen Jahres gibt es nicht nur in Rom Heilige Pforten, sondern ebenso in allen Bistümern der Welt – auch in unserer Erzdiözese – eine davon in der Kirche Herz Jesu hier in München im Einzugsbereich der Schule. An diesem besonderen Ort feierte die ganze Schulgemeinschaft nach einem herzlichen Empfang ihren Schuljahresanfangsgottesdienst.

Was genau versteht man eigentlich unter „Barmherzigkeit“? Darüber sollten sich die Mädchen beim Gottesdienst Gedanken machen. Schon im Klassenzimmer erfolgte eine kurze Einführung in diesen besonderen Tag. Bei der folgenden „Wallfahrt“ zogen die verschiedenen Jahrgangsstufen auf unterschiedlichen Wegen zur Herz-Jesu-Kirche und versammelten sich alle am Vorplatz. Nachdem Pfarrer Hof die Bedeutung des Heiligen Jahres sowie der Heiligen Pforte erklärt hatte, öffneten sich die imposanten Tore von Herz Jesu. Die ganze Schulgemeinschaft schritt mit Pfarrer Hof und Pfarrer Soellner durch die Heilige Pforte in die Kirche. Dort wurden sie von der begeisternden Musik der Schulband empfangen. Zum besseren Verständnis der anspruchsvollen Thematik erläuterten Schülerinnen die modernen Werke der Barmherzigkeit und zeigten auf, was genau diese nun für jede Einzelne von ihnen bedeutet – in der Schule – in der Familie – mit Freunden und Bekannten. Damit dies auch während des kommenden Schuljahres im Herzen aller einen dauerhaften Platz findet und im (Schul-) Alltag umgesetzt wird, erhielten die Schülerinnen und Lehrer/innen am Ende des Gottesdienstes ein kleines Kärtchen mit „ihrem“ Werk der Barmherzigkeit, welches sie durch das ganze Schuljahr begleiten soll.


Gott sei Dank! Das Schuljahr ist abgeschlossen!

„It´s the final countdown!“ – Zu den Klängen dieses Liedes versammelten sich alle Schülerinnen am letzten Schultag vor den Sommerferien zu einem ökumenischen Gottesdienst in der Institutskirche.

 Die beiden Pfarrer, Herr Bauer (katholisch) und Herr Söllner (evangelisch), luden unter dem Motto „Gott sei Dank!“ dazu ein, Rückschau auf das vergangene Schuljahr zu halten. Vorbereitet wurde die Feier von der Klasse R7b mit Frau Diolaiuti und Frau Schaaps. Dabei hatte sich schon herausgestellt, dass die Mädchen an so manches Erlebnis ungern zurückdachten. Schlechte Noten, Streit und gesundheitliche Probleme entsorgten sie daher symbolisch in einer Mülltonne. Viel schöner waren da die Edelsteine, die in einer Schatztruhe vor den Altar gebracht wurden. An gelungene Klassenfahrten, Konzert- und Theateraufführungen erinnerten sich alle mit Freuden. Pfarrer Bauer ermutigte in seiner Predigt dazu, froh und dankbar für das zu sein, was Gott uns Gutes schenkt. Wie wichtig das Danken ist, verdeutlichte er anhand eines Satzes aus der Lesung, in der es hieß: „Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!“ Als Erinnerung an diese Gottesdienstfeier bekam jeder noch einen kleinen „Edelstein“ geschenkt, bevor die Zeugnisse ausgeteilt wurden und – Gott sei Dank! – die Ferien begannen.

Andacht in der Maria-Ward-Woche

Ihr seid das Salz der Erde – ihr seid das Licht der Welt! (Mt 5,13-16)

Diese Worte der Bibel ließ Maria Ward in ihrer Zeit Wirklichkeit werden. Sie war Würze des Lebens für die Mädchen und Frauen und für die Kirche in der damaligen Zeit. Ihr Vorbild, ihr Lebenszeugnis, ihr Handeln aus dem Glauben spornt uns heute noch an zu bedenken, wie wir Salz der Erde, wie wir Licht der Welt sein können.

Die Eine-Welt-AG unserer Schule ist ein leuchtendes Beispiel dafür, Würze in die Welt zu bringen. Engagiert beteiligte sich dieses Team auch bei der Vorbereitung der Andacht.

Sogar der Fairtrade-Laden war mit dabei
Frau Zimmermann führte in das Thema ein:
…..wir sind uns sicher, einige von euch haben schon so manche Leckerei aus diesem kleinen fahrbaren Laden erworben. Ihr hättet natürlich eure Schokolade auch hier am Pausenkiosk kaufen können, da gibt es ja auch eine reichliche Auswahl; doch einige von euch haben sich lieber für die Fairtrade-Produkte aus unserem Laden entscheiden und das mit gutem Grund. Da darf jetzt euer Gewissen einige Freudensprünge machen, denn wenn ihr zum Beispiel
…fair gehandelte Schokolade gekauft ( Schülerinnen zeigen Schokolade) habt, habt ihr Menschen in Afrika unterstützt.
… ihr Tee gekauft habt, unterstützt ihr Menschen, d.h. Frauen, Kinder und Männer in Asien; dadurch ermöglicht ihr ihnen, ihren Lebensunterhalt selbst zu finanzieren.
…wenn ihr Honig aus Südamerika kauft, ermöglicht ihr Menschen, ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Man erwirbt also mit einem Fairtrade-Produkt nicht nur ein Lebensmittel, man demonstriert damit auch eine Haltung. Wusstet ihr, dass mit Hilfe eurer Entscheidung, etwas mehr Geld für diese Lebensmittel zu zahlen, auch Weiterbildungen finanziert werden. - Dass Bildung der entscheidende Faktor im Leben eines Menschen darstellt, war Maria Ward schon damals bewusst. Und dass Mädchen wie Menschen zweiter Klasse behandelt wurden, hat Maria Ward auch damals schon angeprangert und sich mit Beharrlichkeit und Herzblut dafür eingesetzt, dies zu ändern. Folglich bestand sie darauf, dass Mädchen dieselbe Schulbildung erhalten sollten, wie die Jungen. Schließlich sind vor Gott alle gleich.
Auch deshalb unterstützen wir als Mädchenschule andere Mädchenschulen, in Ländern, denen es nicht so gut geht wie uns. Denkt an unsere Partnerschulen in Afrika und Afghanistan. Übrigens Länder, aus denen auch fair gehandelte Produkte stammen. So schließt sich der Kreis.

Lieder, Gebete, Texte und Bilder ließen das Thema in unsere Lebens- und Schulwelt treten.

Wir hörten auf die Gedanken….

Ihr seid das Salz der Erde.

Damals, als Jesus dies zu seinen Jüngern sagte, muss das einen ganz anderen Klang gehabt haben als heute.
Heute sind wir nicht mehr auf Salz angewiesen und überaus kostbar, wie es in jenen Tagen war, ist es auch nicht mehr.  Unser Gewürzregal ist gut gefüllt. Und wenn es an Geschmack fehlt, kommt halt notfalls Ketchup über das Essen oder Senf oder Curry, dann schmeckt es schon nicht mehr so fad.
Früher hat man die Lebensmittel durch einsalzen haltbar gemacht. Heute salzt man nur noch Fische ein. Alles andere kommt in die Tiefkühltruhe oder in Dosen und  nicht zu vergessen, da gibt es auch noch die Mittel aus der Chemiefabrik, die dafür sorgen, dass nichts mehr schlecht wird, aber uns Menschen mehr schaden als nützen. Ja, man kann sagen, heutzutage hat Salz nicht mehr diese herausragende Bedeutung wie zu Jesus Zeiten.
Aber wir müssen das Ganze zunächst aus der damaligen Perspektive betrachten.
Ihr seid das Salz der Erde, so steht es in der Bibel geschrieben -  das hieß und heißt es noch: Ihr seid das, was diese Welt unbedingt braucht!
Ihr seid das, worauf diese Welt angewiesen ist, damit sie nicht fad und öde wird. Damit sie nicht schlecht wird und verdirbt, sondern erhalten bleibt.
Ihr seid es, auf die diese Welt sehnsüchtig wartet.
Das klingt doch ganz anders als das, was wir häufig auch hören:
„Auf dich haben wir gerade noch gewartet. - Du hast uns noch gefehlt!“ (ironischer Unterton) Dies vermittelt uns: Auf dich können wir verzichten.
Das sieht Jesu allerdings ganz und gar nicht so – damals nicht und heute auch nicht.
Deshalb lasst euch von diesen abschätzenden Worten nicht abschrecken. Denkt, nein fühlt Jesu Worte: "Ihr seid das Salz der Erde". Das heißt, du wirst gebraucht, du bist wichtig, auf dich kommt es an.
Vielleicht fragt ihr euch, warum sollte gerade ich gebraucht werden, warum sollte ich wichtig sein, warum sollte es auf mich ankommen?
Ich bin doch unbedeutend und wenn ich mir mehr Bedeutung gebe, dann ist das eingebildet und kommt gar nicht gut an. Sicher kennt ihr solche Gedanken. Aber lass dir gesagt sein, du bist tatsächlich gemeint. Auch du bist trägst den Schatz in dir, das Salz und Licht der Erde zu sein.
Nun lass folgende Worte in dir nachhallen:
Gott hat mich genauso, wie ich bin, gewollt und genau dort ins Leben gestellt, wo ich sein soll, wo ich wirken darf und soll. Er hat etwas mit mir vor, er vertraut mir, weil er um meine Stärken weiß. Er traut mir zu, dass ich etwas ändern und bewirken kann.
Aus dieser Überzeugung heraus hat Mary Ward gelebt. Diese innere Gewissheit gab ihr den Mut und den Willen sich bereits als junge Frau für die Welt einzusetzen.
Sie hat sich ihrer Verantwortung gestellt.
Sie war zu damaligen Zeit das Salz und Licht der Erde und zwar insbesondere
für das Frauenbild in ihrer Zeit,
für die Bildung von Mädchen in ihrer Zeit,
für die katholische Kirche in ihrer Zeit.
Und die Würze, die Mary Ward in ihrer Zeit für die Welt war, reicht bis in unsere Zeit.
Auch wir können uns nach ihrem Vorbild unserer Verantwortung für die Welt stellen.
Vergesst nicht - Jesus fordert uns dazu auf, das Salz der Erde zu sein, unsere Mitverantwortung anzuerkennen und zu übernehmen, damit die Welt gesunden kann, damit Frieden, Gerechtigkeit und Glück lebbar wird. Und, damit die wundervolle Schöpfung, die uns umgibt und uns geschenkt wurde, die uns Fülle und Leben gewährt, erhalten bleibt.

Das Salz der Erde seid ihr: Ihr könnt etwas bewirken.
Salz wirkt. Es muss nicht großartigen Einfallsreichtum oder Kreativität entwickeln. Es wirkt einfach durch seine Eigenschaften. Wir können diese Welt einfach dadurch verändern, dass wir da sind und der Welt liebend begegnen, damit kämpfen wir gegen die äußere und innere Verödung an.

 Wir heilen. Erhalten. Schmelzen das Eis.
Das tun viele von Euch -  Schülerinnen und Lehrkräften,
wenn ihr anderen einfach im Stillen helft,
wenn ihr anderen, die gerade ein offenes Ohr brauchen, zuhört,
wenn ihr euch, ohne auf den eigenen Vorteil zu schauen, für andere einsetzt,
wenn ihr ein Klassenamt übernehmt,
wenn ihr……(Pause) -  euch fallen bestimmt noch viele Beispiele ein.

Wir alle sollen Salz der Erde sein….

„Seid salzig. Seid nicht nach jedermanns Geschmack; bringt Würze in die Welt. Fades gibt es genug. Mischt euch ein und fürchtet euch nicht, ihr werdet euch nicht verlieren. Seid Salz, damit das Leben schmeckt. Seid Licht in der Stadt auf dem Berg. Ihr braucht euch nicht zu verstecken. Dunkelmänner gibt es genug: Ihr könnt euch sehen lassen! Seid Lichter, die in der Welt leuchten und sie hell machen. Mit seinem Licht segne euch dazu Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen“

Gemeinschaftstag der Klasse R 5b

Der Gemeinschaftstag ist ein Angebot der Realschule, um zum einen die Klassengemeinschaft und zum anderen das religiöse Bewusstsein der Schülerinnen zu fördern. Nach einem peppigen Start in den Tag mit auflockernden Spielen bei flotter Musik, durften die Kinder anhand des vertrauten Rituals des Morgenkreises sich zu ihren Befindlichkeiten äußern. Anschließend beschrifteten die Schülerinnen ein Papiermännchen. Es sollten Angaben zu ihren Vorlieben und ihren Fähigkeiten festgehalten werden. Der untere Teil des Männchens blieb Kommentaren der Mitschülerinnen vorbehalten. Der Auftrag lautete: Die Schülerinnen dürfen sich gegenseitig Nettigkeiten auf ihre Männchen schreiben. Fast allen Mädchen wurde ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert, als sie die Kommentare bzw. Komplimente lesen durften. Im Anschluss daran konnten wir alle ein üppiges und gesundes Frühstück zu uns nehmen, da jede Schülerin etwas Köstliches zu diesem Anlass mitgebracht hatte. Nach dem Essen setzten wir den Vormittag mit Begegnungsspielen fort. Mit diesen Übungen soll die Achtsamkeit der Mädchen gegenüber ihren Mitschülerinnen und ihrer Umgebung geschult werden, sie dürfen sich aber auch ihrer eigenen Wirkung gewahr werden. Mit einer Andacht, in der Lieder ebenso Platz fanden wie Gebete und Fürbitten, die die Mädchen jeweils für eine Mitschülerin vortrugen, endete der Gemeinschaftstag. Besonders eindrucksvoll war das abschließende Bild der sich ineinander gefügten Männchen, die ein großes Ganzes ergaben und mit Teelichtern bestückt, plastisch eine leuchtende Klassengemeinschaft zeigte, die auf den guten Wünschen, die die Mädchen einander zusprachen, basiert.

 

 

Compassion

Was ich über mich und andere gelernt habe

„Ich habe mir bewiesen, ich kann alles, wenn ich es nur wirklich will!“

„Ich habe Vorurteile abgebaut.“

„Jeder Mensch, egal wie er aussieht, sich benimmt oder vom Wesen her ist, ist gleich viel wert und hat ein Recht darauf, wie ein Mensch behandelt zu werden.“

Schülerinnen der 9. Klasse der Realschule haben diese Erfahrungen machen dürfen, aber nicht im normalen Schulalltag, sondern im Rahmen eines besonderen Praktikums: Compassion.

Die Schülerinnen der 9. Klassen verlassen für zwei Wochen die Schulbank und sind in einer sozialen Einrichtung tätig. Die Einrichtungen, die sich die Mädchen selbst aussuchen sind sehr unterschiedlich: Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, integrative Kindergärten, Behindertenwerkstätten, Schulen für Flüchtlinge, therapeutische Einrichtungen usw. Aber die Erfahrungen, die die Mädchen in dieser Zeit machen ähneln sich doch sehr. Sie entdecken neue Seiten an sich und erlernen und beweisen Fähigkeiten, die im schulischen Bewertungssystem nicht abfragbar sind. Viele wagen es, sich auf Neues einzulassen und sich dadurch ein Stück mehr selbst zu entdecken. Viele aber erfahren auch ihre Grenzen und einige wachsen sogar über diese Grenzen hinaus. Wir sehen unseren Auftrag als kirchliche Schule darin, unseren Schülerinnen die Augen zu öffnen für Bereiche, in denen Mitmenschlichkeit durch aktives Handeln und im direkten Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen gelebt wird.

„Was ich über mich und andere gelernt habe, ist viel wertvoller als Schulwissen und gute Noten.“