Der Bibelvers des Tages


Unsere Schulgründerin Mary Ward

Sei voll Vertrauen auf Gott und mehr denn je dankbar für seine unsichtbare Güte.

Mary Ward

Ihrer gedenken wir jährlich Ende Januar und betrachten ihr Leben und Wirken. In der letzten Januarwoche hat sie am 23. des Monats im Jahre 1585 das Licht der Welt erblickt und ist am 30. des Monats im Jahre 1645 heimgegangen ins Licht der Ewigkeit. Im Jahr 2021 jährt es sich nun zum 400. Mal, dass Mary Ward sich nach Rom begab, um beim Papst um die Bestätigung ihres Instituts zu bitten. Dies wurde ihr zu Lebzeiten verwehrt.

  • 1585 - 1606 Mary Ward wurde am 23. Januar 1585 geboren. Sie erlebte in ihrer Kindheit und Jugend in England während einer Zeit schwerer Katholikenverfolgung. Gegen den Wunsch ihrer Familie verließ sie mit 21 Jahren ihre Heimat, um in einen beschaulichen Orden einzutreten.
  • 1606 - 1616 Nach einigen Jahren des Suchens gründete sie 1610 zusammen mit fünf Gefährtinnen im damals belgischen Saint-Omer eine aktive Frauengemeinschaft. Diese lebte nach dem Vorbild des Jesuitenordens. Ihr Ziel war die Mädchenbildung und die Seelsorgearbeit.
  • 1616 - 1621 Bis 1621 entstanden Niederlassungen in Lüttich, Köln und Trier. Einige Mitglieder halfen auch in England in der Seelsorge mit. Um die kirchliche Bestätigung für ihre Gemeinschaft zu erhalten, ging Mary Ward zu Papst Gregor XV. nach Rom.
  • 1622 - 1626 Papst Gregor XV stimmte dem neuen Orden nicht zu. Er akzeptierte einen Frauenorden ohne strenge Klausur ebenso wenig wie das Amt der Generaloberin. Trotzdem gelang es Mary Ward und ihren Gefährtinnen Schulen in Rom, Neapel und Perugia zu gründen, in denen vor allem die Mädchen Erziehung und Schulausbildung erhielten.
  • 1627 - 1628 Da die italienischen Niederlassungen von der Kirche verboten wurden, ging Mary Ward wieder nach Norden. Sie gründete blühende Mädchenschulen in München, Wien und Preßburg. Das rief ihre Gegner erst recht auf den Plan.
  • 1629 - 1631 Die Aufhebung der Gemeinschaft war bereits beschlossen, während Mary Ward noch mit den kirchlichen Behörden verhandelte. Das Verfahren gegen sie führte zum Vorwurf der Häresie, zur Einkerkerung und zum Erlass einer päpstlichen Bulle.
  • * 1632 - 1645 Mary Ward gab nicht auf, sondern blieb ihrer Sendung treu, wenngleich sie durch die päpstlichen Vorgaben sehr eingeschränkt war. Dieser Weg führte sie von Rom nach England, wo sie am 30. Januar 1645 im Alter von 60 Jahren starb.

 

Gebetsvorschlag zur Maria-Ward-Woche 2021

 Gott unser Vater,

 vor fast 400 Jahren schicktest du Mary Ward, die Gründerin unserer Schule nach München. Dort entwickelte sich gerade eine Pestepidemie. Mit ihren Freundinnen, ihren Schülerinnen und deren Familien erlebte sie Quarantäne, Hunger, Krankheit und Tod. Auch in diesen Zeiten vertraute sie auf dich.

So wollen auch wir während dieser Corona Pandemie aus tiefstem Herzen zu dir beten: Erhalte unsere Gesundheit und stehe allen Kranken bei. Tröste die Trauernden. Verbinde uns mit den Menschen auf der ganzen Welt, indem wir Liebe und Freiheit, Wissen und Geld, Erfahrungen und Leid teilen.

Du gabst Mary Ward und ihrer Gemeinschaft einen langen Atem. Sie erlebten viele Rückschläge. Gib uns allen die Geduld und die Kraft jeden Tag aufs Neue gelassen zu beginnen.

Öffne unsere Augen für die Not der anderen und gib uns Schwung zu handeln in tiefer Verbindung mit dir, der uns Zuversicht, Freude und Kraft gibt. Darauf vertrauen wir mit ganzem Herzen. Amen

Buß- und Bettag – ein besonderer Tag nur für evangelische Christen?

Eine Frau besitzt 10 Münzen. Eine davon verliert sie. Sie sucht solange danach, bis sie das Stück gefunden. Sie lädt ihre Freundinnen ein, dass sie sich mit ihr freuen.

Nach Lukas 15,8 erzählt Jesus diese Geschichte und vergleicht das Strahlen der Frauen mit der Freude Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

Buß -und Bettage konnten schon in der Frühzeit des Christentums vom Staat oder von der Kirche ausgerufen werden. Durch die Buße können Menschen von schlechtem Tun umkehren und sich auf neue Wege besinnen.

Was kann das heute für uns bedeuten?

Ein Blick in den Spiegel mag uns dabei helfen. Was gefällt mir an mir? Was mag ich an mir nicht? Was mache ich aus mir? Ich schaue mich ungeschminkt und ohne Weichzeichner an.

Nun gibt es aber auch Taten in meinem Leben, die ich am liebsten ungeschehen machen würde, Worte, mit denen ich andere Menschen zutiefst verletzt habe. Vielleicht tut es mir furchtbar leid, wie ich mich verhalten habe. Das Herz wird mir schwer, wenn ich daran denke.

Wenn wir bereit sind unsere Schuld abzugeben, nimmt uns Gott die Last ab.

Mit dem ‚Entsorgen‘ der Schuld wenden wir uns Gott zu, der Licht in unsere Seele bringt. Mit ihm in Kontakt zu treten heißt Beten. Wir können von unseren Hoffnungen, Sehnsüchten und Zweifeln erzählen. Wir dürfen unsere Freude, unser Staunen und unsere Begeisterung zeigen, im Schweigen, im Handeln und im Sprechen:

 

O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,

dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,

dass ich verbinde, wo Streit ist,

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum herrscht,

dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel drückt,

dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,

dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert,

dass ich Freude bringe, wo Kummer wohnt.

Ach Herr, lass mich trachten,

nicht dass ich getröstet werde,

sondern dass ich tröste,

nicht dass ich verstanden werde,

sondern dass ich verstehe,

nicht dass ich geliebt werde,

sondern dass ich liebe.

Denn wer hingibt, der empfängt,

wer sich selbst vergisst, der findet,

wer verzeiht, dem wird verziehen,

und wer da stirbt,

der erwacht zum ewigen Leben.

(Franziskanisches Friedensgebet)

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Gott möge uns beschützen

Das Schuljahr bei uns endet normalerweise mit einem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche bei den Schwestern der Congregatio.
Dieses Jahr ist er nicht möglich. Ein Blick in diese Kirche möge etwas von ihrem Geist bei uns spürbar machen.
Wenn wir sie betreten. fällt der Blick auf die Mitte, den Altar, den zentralen Platz des Gottesdienstes. Alle, die um ihn im Kreis sitzen, bilden eine Gemeinschaft, unabhängig von ihrer jeweiligen Aufgabe. Das hölzerne Dach beschützt alle darunter, wie Gott auch die Stämme Israels begleitet hat. Das bunte Glasfensterfenster mit den Weinreben hinter dem Tabernakel weist auf die lebensspendende Kraft der Kommunion hin.

Die Holzskulpturen der Bildhauerin Schwester Bernardine Weber erinnern uns daran, wie das Leben Mary Wards von ihrem Glauben durchdrungen war. Als eine Frau, die durch ganz Europa reiste, begegnete sie vielen Menschen und erlebte viel. Diese äußeren Eindrücke verinnerlichte sie und setzte sie in fruchtbare Taten um. Neben der Tür zur Sakristei hängt ein Relief, das Mary Ward mit einem Kutschenrad zeigt, als Symbol für ihr Unterwegssein.
Manche von uns werden in den Ferien zu Hause bleiben, andere verreisen. Wer sein Zuhause verlässt, entfernt sich von Liebgewonnenem und von Sicherheit, aber auch von Langeweile und ‚Fesseln‘ der Gewohnheit. In den Ferien können wir uns auf die Reise machen, um Neues auszuprobieren, sei es äußerlich oder auch innerlich.
Dabei möge uns Gott in der außerschulischen Zeit beschützen, begleiten, stärken und uns das Gefühl der Geborgenheit bei ihm und den Menschen schenken.

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Der Himmel geht über allen auf

Sommer – wer liegt nicht gern im Gras oder im Sand und blickt in einen blauen Himmel. Weltlicher ‚Sky‘ kann zu spirituellem ‚Heaven‘ werden, der Horizont mit seinen Wolken zum göttlichen Ort. Dieser Himmel muss jedoch nicht fern von uns sein, er ist überall da, wo Gott ist.

Wenn wir uns auf ihn einlassen, bleibt die Zeit stehen. Wir sind im Hier und Jetzt.

Die Vergangenheit darf ruhen. Wir müssen sie nicht reflektieren, um die Zukunft zu verbessern. Wir brauchen uns keine Gedanken um vertane Chancen machen. Wir ärgern uns nicht über andere und hinterfragen Widersprüchlichkeiten. Wir überlegen nicht, wie wir gewinnen können und zweifeln nicht an uns selbst. Wir schieben keine dunklen Wolken vor schöne Erfahrungen.

Wir schmieden auch keine Pläne für die Zukunft. Wir grübeln nicht über unseren Stundenplan, unsere Gesundheit, unsere Familie, unser Bankkonto oder unseren Beruf im nächsten Jahr. Wir denken nicht darüber nach, was besser werden muss.

Wir verpassen nichts. Wir dürfen im Augenblick ruhen und die Gegenwart genießen. Unsere schweifenden Gedanken lassen wir liebevoll zu und sehen sie mit der nächsten Wolke wegziehen. Wir beobachten, was wir selbst spüren und fühlen. Von außen hören wir Geräusche und sehen Farben, Gestalten und Bewegungen. Wir nehmen sie wahr, ohne sie zu bewerten.

Mit diesem Blick in den blauen Himmel kann Zufriedenheit und Freude entstehen, weil unsere Emotionen ausgeglichen sind. Wir bleiben bei uns und werden frei für die anderen neben uns. In der Verbundenheit mit ihnen spüren wir die Kraft und den Segen Gottes, der vom Himmel auf die Erde kommt.

Reinhard Bäcker erzählt in seinem Lied
‚Dann hat der Himmel die Erde berührt,
was dann geschehen kann:

Wenn das Leben Wurzeln schlägt und die Hoffnung Blüten treibt,
wenn die Liebe Früchte trägt und auf Erden Frieden wächst...

Wenn ein Wort das Schweigen bricht und ein Lied erklingt,
wenn das Brot den Hunger stillt und dem Fels ein Quell entspringt...


Wenn uns Gott als Mensch erscheint und ein Kind zum König wird,
wenn die Treue uns vereint und ein Mensch den andern liebt...


Wenn der Tag die Nacht vertreibt und das Eis die Sonne spürt,
wenn ein Licht den Weg uns zeigt und die Angst die Macht verliert...


Dann hat der Himmel die Erde berührt
und unsre Erde den Himmel gespürt.
Herr, lass uns spüren dein zartes Berühren
und gib uns die Kraft, die Berührungen schafft.

Wasser – lebensspendende Kraft

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Den Monat Juli verbinden wir mit Sommer und Hitze. Wie gut tut da ein Glas Wasser, eine kalte Dusche oder ein Sprung in den See.
Ohne Wasser kann die Welt nicht leben und so taucht die Quelle, als Ursprungsort von Gewässern, oft als Symbol für lebensspendende Kräfte auf.
Die Bibel erzählt in der Geschichte vom Paradies, dass der Lebensbaum von einer Quelle und ihren vier Flüssen bewässert wird.
Indem der Mensch den Flüssen folgt, kann er weiterleben, obwohl er sich von der Quelle entfernt hat. Aber wie ein Fluss immer von der Quelle gespeist werden muss, braucht auch der Mensch immer wieder die Verbindung zur ihr, um gut leben zu können.

Die wichtigste christliche Quelle ist natürlich Gott, mit seiner Liebe der ganzen Schöpfung gegenüber. So lesen wir im Psalm 36:

Wie köstlich ist deine Liebe, Gott! Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel. 9 Sie laben sich am Reichtum deines Hauses; du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen. 10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht. 11 Erhalte denen, die dich kennen, deine Liebe und deine Gerechtigkeit den Menschen mit redlichem Herzen!

Der berühmte Benediktiner Anselm Grün betont immer wieder die Wichtigkeit von ‚klaren‘ Quellen im Gegensatz zu ‚trüben‘ Quellen. Sie werden und bleiben klar, wenn wir uns nicht unter Druck setzen und glauben, uns beweisen zu müssen. Nach außen eine tolle Fassade zu zeigen mag cool sein, aber diese Maske zu tragen, zieht viel Energie von uns ab und reduziert unser Engagement.
Mit Achtsamkeit für die innere Quelle spüren wir, was wir wirklich brauchen und wollen. Pause zu machen, still zu werden und innezuhalten kann uns inneren Halt finden lassen. So treffen wir auf die Quelle unseres Inneren. Wir kommen in Kontakt mit uns selbst und mit Gott. Indem wir die Kraft sprudeln lassen, verbinden wir uns mit den Menschen und der Welt. Das ist Liebe, sagt Anselm Grün.

Hans Jürgen Netz, beschreibt in einem Lied, was geschehen kann, wenn die Energie fließt. Welche Botschaft erhält unser Inneres, wenn wir auf es hören? Welcher Fluss wird von unserer Quelle des Paradieses gespeist?

Mit dem Hungrigen brichst du dein Brot
und den Durstigen füllst du den Krug.
In der Wüste wirst du Garten sein.
Mit den Flüchtigen teilst du dein Haus
und den Leidenden gibst du dein Herz
und die Schöpfung wird dir heilig sein.
Mit den Frierenden brichst du das Eis.
Für die Traurigen bist du der Trost
und im Ende wirst du Anfang sein.
Mit den Suchenden suchst du ein Ziel,
in der Finsternis bist du ein Licht
und der Erde wirst du Himmel sein.
Steter Tropfen höhlt den Stein.

Du wirst sein wie eine Wasserquelle, der es nie an frischem Wasser fehlt.

Juli – Zeit der Prüfungen

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Bevor wir die Schule verlassen, um in die Ferien zu gehen, stehen Prüfungen an. Ein paar Zitate und Gedanken mögen allen, die solche vor sich haben, das Herz leichter machen.

Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. ...

Dieses Zitat wird fälschlicherweise Dietrich Bonhoeffer zugesprochen. Es soll von Elbert Hubbard stammen.
Keine Fehler zu machen kann heißen, perfekt zu sein. Aber wollen wir das wirklich? So vollkommen zu sein, dass alles, was wir tun so rund ist, dass jede Veränderung zugleich eine Verschlechterung mit sich bringt. Dann wäre es besser, starr zu bleiben, statt beweglich zu sein. Wir wären alle gleich, alle gleich super. Wir würden damit keine Entwicklung zulassen. Welch ein trauriges Leben.

Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.

Dies schrieb nun tatsächlich Dietrich Bonhoeffer, bevor er verhaftet wurde. Unsere Sorgen dürfen nicht mit seinen verglichen werden, dennoch können sie uns ein Stück seines Gottvertrauens spiegeln. Hier spricht er von einem Gott, der uns nicht die Arbeit und Mühe und die Vorbereitungen auf eine Prüfung abnimmt. Gott mutet uns nur so viel zu, wie wir auch aushalten können. Dabei lässt er uns auch im allerletzten nicht im Stich.

Psalm 91 beginnt und geht weiter mit den Versen:

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, dem ist er deine Zuversicht
und deine Zuflucht. Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu beschützen,
wohin du auch gehst. Sie werden dich auf Händen tragen,
damit du nicht über Steine stolperst.

Manchmal haben wir das Gefühl, das Dach über dem Kopf zu verlieren und glauben zu spüren, wie der Boden unter unseren Füßen ins Wanken gerät. Dann ist es gut, nicht allein zu sein. Dann ist es gut, zu wissen, dass die guten Gedanken von Menschen, die uns vertraut sind, uns ebenso begleiten wie der unsichtbare Gott.

Allen Schul- und Leidgeprüften von ganzem Herzen alles, alles Gute!

 

 

Sonnenwende - Johannisfest

Es ist Sommer! In dieser Woche erleben wir die kürzeste Nacht und den längsten Tag des Jahres. Eine Zeit der hellen Nächte, der warmen Tage, wenn die Sonne scheint.

Mit der Sonnenwende tritt nach sechs Monaten eine Richtungsänderung ein: Die Nächte werden bis Weihnachten länger. Mit dem Sonnwendfeuer machen wir den Wandel noch einmal deutlich.

In diese Zeit fällt am 24. Juni das Fest des Hl. Johannes, des Täufers. Mit seiner Geburt begann die Vorbereitung für eine neue Zeit. Er war von einer großen Sehnsucht nach dem Heil für uns Menschen erfüllt, aber er wusste, dass es nicht in seinen Händen liegt. Er taufte Jesus und sagte über ihn: ‚Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.‘ (Joh 3,30)

Welches Licht, welche Wärme und Helligkeit speichern wir in diesem Sommer in unseren Herzen?
Wo beginnen wir Neues oder wagen einen Aufbruch?
Was kann in uns wachsen und was beachten wir weniger?

Richard Wagner meint dazu: ‘Wandel und Wechsel liebt, wer lebt.‘

Bildquelle. Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Bild: Michael H. Lemmer, www.naturkamera.de / CC-by-sa 2.5
Quelle: Wikimedia Commons
In: Pfarrbriefservice.de

Der Geist Gottes wohnt in unserer Mitte

Zehn Tage nach Pfingsten findet das Fest Fronleichnam statt. Das Wort aus dem Mittelhochdeutschen bedeutet der ‚Leib des Herrn‘. An Pfingsten ging es besonders um die Kraft, die wir Menschen durch den Heiligen Geist erfahren. An Fronleichnam steht die Begegnung mit Gott in der Eucharistie im Vordergrund. Die Bedeutung dieses Sakramentes spiegelt sich in dem wertvollen Gefäß, der Monstranz, wider, in dem die Hostie in einer Prozession gezeigt wird.

Dieses Jahr finden keine großen Umzüge statt und trotzdem können wir uns die Anwesenheit Gottes bewusstmachen. In einer indianischen Geschichte antwortet ein Weiser auf die Frage wie man Gott sehen könne: ‚Wenn du Sterne betrachten möchtest, so blickst du nachts auf den Himmel. Wenn du Vögel beobachten möchtest, setzt du dich zu einem Baum. Wenn du Gott sehen möchtest, geh zu den Menschen und schau in ihr Herz.‘

Fronleichnam kann uns einladen, uns auf Weg zu machen, Gott in den Menschen zu erkennen:

- Gott, den wir sehen, wenn wir uns auch auf die Dunkelheit einlassen.

- Gott, dessen Lebendigkeit uns ergreift, wenn wir dies zulassen.

- Gott, dessen unendliche Größe wir erkennen, wenn wir uns für die Vielfalt der Menschen auf dieser Welt öffnen und ihnen unvoreingenommen begegnen.

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Gedanken zu Pfingsten 2020

Pfingsten ist das große Fest nach Ostern und Christi Himmelfahrt.
Nach seiner Auferstehung spricht Jesus mit den Frauen. Er begegnet den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Thomas darf ihn fühlen. So können die Menschen spüren, dass es Gott mit seiner Zuwendung zu ihnen ernst ist.
Mit der Himmelfahrtserzählung hören wir, dass Jesus nicht mehr körperlich unter den Menschen ist.

50 Tage nach dem Osterfests treffen sich die Anhänger Jesu beim jüdischen Schawuotfest im Tempel. Sie feiern den Empfang der zehn Gebote durch Mose und danken für die Ernte. Jesus ist nicht anwesend. Den Jüngern fehlt etwas. Aber er hat doch versprochen, dass etwas kommt, dass sie Mut bekommen, dass sie Trost und Kraft erhalten. Und dann passiert es:

Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.

(Das Pfingstereignis aus der Apostelgeschichte, Apg2,1 ff)

Die Jünger, die vielleicht voll Angst waren, die enttäuscht, gelähmt und hoffnungslos waren und sich in ihre Häuser verkriechen wollten, spürten eine Kraft, die von Gott kam. Diese machte es möglich, dass sie sich trotz unterschiedlicher Lebenserfahrung und Herkunft ohne Schwierigkeiten verstehen konnten. Sie hörten sich zu und verstanden, was der andere meinte.

Nun zogen sie los und verkündeten die Botschaft Gotte. Sie selbst wurden aktiv. Sie beendeten ihr Unsicherheit, ihre Trägheit und die Gedanken an Sinnlosigkeit. Sie machten sich auf zu einem anderen, neuen Leben voll Mut, Energie und Begeisterung.

Wenn wir uns mit Dankbarkeit, Freude, Humor und guten Ideen auch im Kleinen anstecken, können wir die Kraft des Heiligen Geistes spüren und weitergeben, auch ganz besonders in diesen Zeiten an Pfingsten 2020.

Ein Lied zu Pfingsten: https://www.youtube.com/watch?v=cBZzliA58Qg

Ref.: Die Sache Jesu braucht Begeisterte.
Sein Geist sucht sie auch unter uns.
Er macht uns frei, damit wir einander befrein.

1) Wer friedlos ist, wer Hass im Herzen trägt,
wer entzweit lebt, wer befreit sie zum Frieden?

2) Wer verzweifelt ist, wer verbittert klagt,
wer entfremdet lebt, wer befreit sie zur Hoffnung?

3) Wer herzlos ist, wer eiskalt rechnet,
wer über Leichen geht, wer befreit sie zur Liebe?

4) Wo Fronten sind, wo Grenzen trennen,
wo Mauern steh'n, wer befreit uns zum Gespräch?

5) Wo Schreie sind, wo Hunger herrscht.
Wo Elend haust wer befreit uns zur Gerechtigkeit?

6) Wo Kriege sind, wo Schüsse fallen,
wo Gefangene leiden, wer befreit uns zum Leben?

Ref.: Die Sache Jesu braucht Begeisterte.
Sein Geist sucht sie auch unter uns.
Er macht uns frei, damit wir einander befrein.

Besuch bei den Schwestern

Seit einigen Jahren hat sich an unserer Schule ein schöner Weihnachtsbrauch etabliert: im Rahmen des Kunstunterrichts gestaltet jede Schülerin einer sechsten Klasse für je eine der Schwestern der Congregatio Jesu einen Weihnachtsgruß in Form einer persönlichen Karte - und dazu noch ein kleines gebasteltes Präsent.

Als Dankeschön werden die Mädchen dann später von den Schwestern in ihr „Refugium“ eingeladen und bei dieser Gelegenheit ergaben sich bisher immer sehr schöne, herzliche Begegnungen mit angeregten Gesprächen.

So war es auch diesmal, als die Schülerinnen der 6c am 29.1. die Schwestern in den neuen Räumlichkeiten besuchen durften.

Zuerst führte uns SR. M. Beatrix durch das neue Haus: den Speiseraum mit Küche, sowie die neue Hauskapelle ebenso zeigte sie uns ihr eigenes Zimmer. Zum Schluss kamen wir in den Gemeinschaftsraum, wo uns die Schwestern schon erwarteten. Alle Räume beeindruckten durch ihre Modernität, Größe und Helligkeit.

Nachdem jede Schülerin „ihre“ Schwester gefunden hatte, ergaben sich in gemütlicher Runde gleich sehr lebendige Gespräche.

Viel zu schnell verging die Zeit und am Ende, auf dem Rückweg zum Klassenraum, sagten etliche Mädchen, dass sie diesen Besuch sehr genossen haben – sie fanden es interessant, denn die Gespräche mit den Schwestern warm und herzlich. Sicherlich empfanden die Schwestern dies ebenfalls.

Sternsinger an den Maria-Ward-Schulen

20 * C + M + B + 20
Christus Mansionem Benedicat
Christus segne dieses Haus

Eine liebgewonnene Tradition fand am 07. Januar, einen Tag nach dem kirchlichen Hochfest Heilige Drei Könige, statt. Die Sternsinger in personae Franziska Harfensteller (R 10a), Theresa Harfensteller (R 5a), Johanna Obal (G 8a) und Magdalena Decker (G 7b) besuchten die 5. und 6. Klassen von Realschule und Gymnasium, die Lehrerkollegien und Sekretariate sowie die Schwestern der Congregatio Jesu.

Im Gepäck hatten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe, die Gaben der Sterndeuter aus dem Matthäus-Evangelium. Dort sucht man übrigens vergebens nach den Namen Caspar, Melchior und Balthasar, die im Volkstum die Buchstaben zu erklären suchten, die als Segen über die Türen der Besuchten geschrieben werden. Tatsächlich stehen diese für Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus.

Bei der Spenden-Sammlung für notleidende Kinder in aller Welt kamen an unseren Schulen 395,50 Euro zusammen. Besonders erwähnt seien dabei die Schülerinnen der R 10a, die statt des Wichtelns in der Klasse einen eigenen Geldbetrag beisteuerten, wofür sie natürlich ebenfalls durch die „Königinnen“ besucht wurden.

Danken dürfen wir auch wieder Frau Obal, die wie jedes Jahr tatkräftig zum Gelingen der Aktion beitrug und die Spendengelder über ihre Heimat-Pfarrei St. Ulrich in Unterschleißheim den guten Zwecken zuführen wird.