Schuldenprävention

Den Führerschein machen, ein eigenes Auto, die erste eigene Wohnung: wie viele junge Menschen träumen auch unsere Schülerinnen von zukünftigen Anschaffungen und anderen schönen materiellen Dingen des Lebens. Welche Risiken aber zu einer Überschuldung führen können und welche Möglichkeiten es aus der Schuldenfalle gibt, konnten unsere 9. Klässlerinnen des BwR-Zweiges im ganztägigen Projekt „Schuldenprävention“ erfahren, welches in bewährter Zusammenarbeit mit der Stadtsparkasse München und der Caritas 14.12. 2017 durchgeführt wurde.

„So hoch sind meine monatlichen Ausgaben?“ wird sich sicher die ein oder andere Schülerin verwundert die Augen gerieben haben, als nach der vierwöchigen Dokumentationszeit ein individueller Einnahmen- und Ausgabenplan ausgewertet wurde.

In einem simulierten Beratungsgespräch wurde eine Kreditanfrage einer Schülerin für ein Auto durchgespielt. Um eine entstehende finanzielle Schieflage der potenziellen Schuldnerin zu vermeiden, wurde der Schülerin nach einer detaillierten Analyse der Einkommens- und Kostensituation der Kredit für das Auto versagt. Ob wohl jeder Autohändler genauso verantwortungsvoll wie Frau Friemel gehandelt hätte?

In einer nachfolgenden Gruppenarbeit wurden die eingangs genannten Wünsche finanziell unter die Lupe genommen: Wer konnte denn wissen, dass ein Auto im Laufe der Zeit viel höhere Kosten nach sich zieht als nur die Anschaffungskosten?

Leider bekommt nicht jeder Betroffene im Falle einer Überschuldung die Kurve: in einem anschaulichen Schauspiel bittet der eine zweier Freunde den anderen wegen eines negativen Schufa-Eintrages um die Unterschrift zu einem Handyvertrag. Was anfangs harmlos klang, führte in der Folge zu Mahnbescheiden, Vollstreckungsbescheiden und kann im echten Leben sogar bis hin zum Insolvenzverfahren gehen. Frau Harter, Sozialpädagogin und Schuldnerberaterin bei der Caritas München, erläuterte die verbleibenden Möglichkeiten in diesen Fällen. Sogar für Jugendliche gibt es eine speziell zugeschnittene Jugend-Schuldnerberatung. Bei Problemen sollte man sich nicht schämen, sondern unverzüglich Hilfsmöglichkeiten in Anspruch nehmen.

Ein herzlicher Dank geht sowohl an Frau Friemel (Schulservice Stadtsparkasse München) als auch an Frau Harter (Caritas München), die den Mädchen einen sehr anschaulichen, nachhaltigen Einblick in das spätere wirtschaftliche Handeln der Mädchen gewähren konnten – mit allen Freuden, aber auch Risiken, die im späteren Leben auftreten können.

Bewegte Spielpause – Mach´ doch einfach mit!

Im Schnitt sechs Schulstunden täglich sitzt eine deutsche Schülerin auf der unbequemen Schulbank, oft in ungesunden Sitzpositionen. Studien von Krankenkassen und Ärzteverbänden zeigen zudem, dass 75% aller 3- bis 17-Jährigen in Deutschland weniger als eine Stunde täglich aktiv sind – eindeutig zu wenig!

Um die Schülerinnen in der großen Pause aus dem Klassenzimmer ins Freie zu locken, hat die Maria Ward Realschule die sogenannte Bewegte Spielpause für die Schülerinnen der 5. und 6. Klasse eingeführt.

Bei schönem Wetter werden die Schülerinnen auf dem hinteren Pausenhof zum Spielen, Spazierengehen oder Flanieren an der frischen Luft animiert. Hierfür wurden diverse Spiel- und Sportgeräte angeschafft. Denn schon eine kurze sportliche Aktivität aktiviert das Herz-Kreislauf-System, hilft beim Abbau von Schulstress und setzt Glückshormone im Körper frei.

Ein weiterer Mehrwert der Bewegten Spielpause liegt beim „Training“ der sozialen Kompetenzen. Die Stärkere nimmt Rücksicht auf die Bedürfnisse der Schwächeren, die Lauten lassen die Leisen mitspielen, die Neuen sind genauso Teil der Schulgemeinschaft wie die „Alten“. Auch müssen die Kinder sorgfältig mit den ihnen anvertrauten Spielgeräten umgehen.

Unsere Tutorinnen der 9. Klasse übernehmen die Aufgaben der Herausgabe und des Einsammelns der Spielgeräte am Ende der Pause. Viel Fingerspitzengefühl beweisen sie vor allem dann, wenn sie bei Konflikten und Problemen auf dem Pausenhof aktiv eingreifen.

Natürlich dürfen sich auch die Schülerinnen der höheren Jahrgangsstufen aufgerufen fühlen, im Sinne ihrer Gesundheit eine bewegte Pause durchzuführen. Mach doch einfach mit!

„La vida es buena!“ - Ecuador-Projekt der 8. Klassen

 

Unter dem zentralen Motto „Schützt unser gemeinsames Haus. Bedrohte Schöpfung – bedrohte Völker“ beschäftigten sich die Schülerinnen unserer 8. Klassen über mehrere Tage hinweg projektorientiert und fächerübergreifend in verschiedensten Workshops mit dieser Thematik. Sie setzten sich während dieser Zeit mit der Lebensrealität in Ecuador auseinander und stellten den Bezug zur Lebenswelt bei uns in Deutschland her. Anlass für diese Veranstaltung war die im Jahr 2016 bundesweit stattfindende Eröffnung der Adveniat-Weihnachtsaktion in unserer Erzdiözese München und Freising. Adveniat, das Lateinamerika-Hilfswerk, nimmt in diesem Jahr besonders das Land Ecuador, Partnerland der Erzdiözese, in den Blick.

Die Schülerinnen unseres Kunst-Zweiges nahmen an einem ganz speziellen, dreitägigen Malworkshop teil, welchen das Künstler-Ehepaar Anne Stickel und Warner Benitez aus Ecuador gestalteten. Die Workshops der Schülerinnen unseres Französisch- und BwR-Zweiges umfassten die Bereiche Erdkunde, Geschichte, Religion und Hauswirtschaft und beleuchteten die Thematik von verschiedenen Seiten her. Auch unsere Eine-Welt-AG, welche sich stets sozial engagiert und im vergangenen Schuljahr dazu beitrug, dass unsere Schule die erste „Fairtrade School“ im Bereich Allach-Untermenzing / Neuhausen-Nymphenburg wurde,  wirkte an den Projekttagen aktiv mit.

Unsere Schülerinnen bekamen durch diese projektorientierte Arbeitsform aktiv einen breitgefächerten Einblick in diese (Unterrichts-)Thematik, welche Bestandteil des Lehrplans verschiedenster Fächer der 8. Jahrgangsstufe ist. Zudem leistete dieses Projekt auch einen Beitrag zu unserem Jahresthema, dem von Papst Franziskus ausgerufenen „Jahr der Barmherzigkeit“. In Kleingruppen erstellten die Schülerinnen über mehrere Unterrichtsstunden hinweg informative Plakate, Gemälde und Präsentationen, unter Verwendung verschiedenster Medien.

Die Ergebnisse aller Workshops präsentierten die Schülerinnen der 8. Klassen ihren begeisterten Mitschülerinnen der Klassen 5 – 8 am Freitag, den 21. Oktober 2016 in unserer Aula.

„Ein verdammt guter Tag“ - Die Erzbischöfliche Maria-Ward-Realschule Nymphenburg ist „Fairtrade-School“

Fotografin: Riffert

Die Erzbischöfliche Maria-Ward-Realschule Nymphenburg ist „Fairtrade-School“. Seit zwei Jahren engagieren sich Lehrkräfte und Schüler in jahrgangsübergreifenden Projekten bei Elternsprechtagen, Schulfesten und im Pausenverkauf für den Einsatz fair gehandelter Produkte.

Zu Beginn des Schuljahres war der letzte Schritt Richtung „fairer Schule“ vollzogen: Das "Fairtrade-Schulteam" der Schule gründete sich. Die Einrichtung einer solchen Gruppe ist eines der fünf Kriterien für die Bewerbung um das Siegel "Fairtrade-School". Das Schulteam, in dem Lehrkräfte, Elternbeirat, Fairtrade-Koordinator Alexander Sachsenhauser sowie die Schülerinnen der Eine-Welt-AG vertreten sind, trifft Beschlüsse, die von der Eine-Welt-AG im Verlauf des Schuljahres umgesetzt werden. Diese Schülergruppe ist schon seit zwei Schuljahren unter Leitung von Herrn Sachsenhauser an der Schule aktiv und engagiert sich in regelmäßigen Projekten für die Umsetzung der fairen Idee an der Schule.

Der faire Handel ist inzwischen bereits ein Stück Schulalltag geworden. Beispielsweise wird an der gesamten Schule ausschließlich fair gehandelter Kaffee verwendet und regelmäßig in den Pausen findet ein Verkauf des Eine-Welt-Kiosks statt, auch bei Abendveranstaltungen, wie Konzerten und Elternabenden etc., ist der Kiosk vertreten.

Die offizielle Siegelvergabe am 8. Juni 2016 wurde in einem Festakt gemeinsam mit der gesamten Schulfamilie und vielen Ehrengästen in der Aula der Maria-Ward-Realschule gefeiert. Somit ist die Maria-Ward-Realschule Nymphenburg eine von nur drei Schulen innerhalb Münchens, die den Titel „Fairtrade School“ tragen darf. Eingestimmt durch das Lied „Ein verdammt guter Tag“, welches die Klasse 5a unter Leitung von Frau Ruf präsentierte, informierte die Eine-Welt-AG das Publikum über die Erfolgsgeschichte „Fairtrade“. Dabei erhielten Schülerinnen und Ehrengäste auch durch eine Rede von Anna Schwarz aus der Klasse 10b und zwei Filmbeiträge der Eine-Welt-AG wichtige Informationen. Einen weiteren Höhepunkt der Feier stellte das von Isabella Bilan aus der Klasse 9a dargebotene Klavierstück „Fantasie Impromptu“ dar.

Die Verleihung erfolgte durch Fairtrade-Referentin Hannah Rüther aus München. Frau Rüther lobte die gesamte Schulfamilie und vor allem die Eine-Welt-AG für das große Engagement für den fairen Handel. Sie zeigte sich beeindruckt darüber, dass das Engagement für das Projekt fairer Handel an der Maria-Ward-Realschule vor allem auf eine Schülerin, nämlich Thea Saam aus der Klasse 10a, zurückzuführen ist. Die Referentin betonte die Übereinstimmung der Ziele des Projektes mit denen unserer Schulgründerin Maria Ward. Zudem informierte Frau Rüther über die große Bedeutung von fairen Preisen für die Menschen in den Ländern, die Kaffee, Tee oder Bananen uvm. für Europa produzieren. Dabei lobte sie auch das breite Angebot unseres Kiosks und ermutigte die Gäste, das Angebot weiterhin in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus nutzte die Eine-Welt-AG die Gelegenheit, die bisher erwirtschafteten Erlöse aus dem Eine-Welt-Kiosk an den Verein „Jambo Bukoba“, der in Tansania vor allem Mädchen und Frauen unterstützt, auch in diesem Jahr als Spende zu überreichen. 300€ wurden an Frau Wiefel und Herrn Meindl übergeben.

Nach dem Ende der offiziellen Feier konnten sich die Gäste und die Schülerinnen der Eine-Welt-AG bei einem kleinen Empfang mit fairen Getränken und Knabbereien stärken und sich dabei in vielen Gesprächen austauschen. 

Auf Fairtrade-Koordinator Alexander Sachsenhauser und seine Wahlfachgruppe werden nach der Ernennung der Maria-Ward-Schule zur "Fairtrade-School" auch einige neue Aufgaben zukommen. Dazu gehört die regelmäßige Dokumentation aller fairen Projekte für die Öffentlichkeit in einem eigenen Blog. Doch Alexander Sachsenhauser sieht dem zuverlässig entgegen: "Die Schüler sind mit großer Freude und einem enormen Engagement dabei - da werden wir auch diese Herausforderung meistern und sicherlich viele neue Interessenten für das Wahlfach gewinnen."

 

 

 

Projektpräsentation 2015/16

Die Projektpräsentation ist vorüber und die Klassen können aufatmen. Mehrere Wochen intensiver Vorbereitung, sowohl in als auch außerhalb der Schule, liegen nun hinter den Schülerinnen der 9. Klassen und das Schulleben nimmt wieder seinen „normalen“ Charakter an.

Die Präsentationen mit dem Oberthema „Nordamerika“ fanden pro Klasse an zwei Tagen statt. Anwesend waren die zuständige Deutsch- und IT-Lehrkraft sowie der Lehrer des Leitfachs. Während einiger Darbietungen durften auch Schülerinnen der 8. Klassen zusehen, um einen Vorgeschmack auf das, was im nächsten Schuljahr auf sie zukommen wird, zu erhalten.

Mount Rushmore

Viele Gruppen meisterten ihre Aufgabe mit Bravour. Die Mädchen überzeugten durch die Verwendung unterschiedlichster Medien wie PowerPoint, Plakate und Modelle und schlüpften beispielsweise in die Rolle eines Journalisten, eines Indianers, ja sogar in die Mark Zuckerbergs.

Montreal St. Josefs Oratoire

Im Vorfeld hatten die Schülerinnen die Möglichkeit, sich in Workshops auf Teamarbeit, Zeitmanagement, Vortragstechniken und innovativen Medieneinsatz vorzubereiten, die von Lehramtsstudierenden des Programms „Studenten machen Schule“ angeboten und durchgeführt wurden. Hierbei lernten sie in Arbeitsgruppen u.a., Vor- und Nachteile bestimmter Medien abzuwägen, eine Präsentation wirkungsvoll zu erstellen und vor Publikum sicher aufzutreten. Der Erwerb dieser Fähigkeiten ist nicht nur für die Vorbereitung und Durchführung der Projektpräsentation von Bedeutung, er kann auch für den weiteren Bildungs- und Lebensweg von Nutzen sein.

„Sauba bleim“, ein Projekt der bayrischen Jugendpolizei

Das Präventionsverständnis von „sauba bleim“ basiert auf dem so genannten „Lebenskompetenzmodell“. Hierbei soll bei den angesprochenen Jugendlichen neben dem Selbstvertrauen, auch die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit gestärkt sowie die Gestaltung eines sinnerfüllten, aktiven und selbstbestimmten Lebens gefördert werden.

Jugendliche sollen damit sensibilisiert werden, die breite Palette an süchtig machenden Elementen in unserem Leben kennen zu lernen. Dazu gehören neben den allbekannten Suchtmitteln, wie Alkohol und Nikotin etc. auch Spiel- und Handysucht. Die im Rahmen des Projekts erlernten Fähigkeiten kommen auch dem Schulalltag zu Gute.

Die altersgerechte Problemvermittlung fand dabei themenorientiert und interaktiv statt. Mit Spielen, Übungen, gemeinsam geführten Diskussionen im Wechsel mit Kurzvorträgen wurde unter anderem die Aufnahmefähigkeit der Mädchen beachtet, Informationsdefizite wurden ausgeglichen und die aktive, kritische Auseinandersetzung mit den vorgegebenen Themen und Sachverhalten wurde unterstützt. Der kommunikative Austausch mit Gleichaltrigen vertiefte dabei das kritische Hinterfragen von Zusammenhängen und individuelle Interessen oder Fragen wurden geklärt.

Die Maria-Ward-Realschule München-Nymphenburg wird Fairtrade-School

Warum Fairtrade?

Nachdem die Maria-Ward-Realschule im vergangenen Schuljahr durch den Eine-Welt-Kiosk erste Erfahrungen mit dem Konzept Fairtrade sammeln konnte, entstand in diesem Schuljahr der Wunsch, sich noch intensiver mit diesem Thema auseinanderzusetzen und sich um den Titel Fairtrade-School zu bewerben.

Bauernfamilien und Plantagenangestellte in den so genannten Entwicklungsländern leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des ausbeuterischen lokalen Zwischenhandels. Fairtrade setzt sich für diese Menschen ein und hilft ihnen dabei, dass sie einen fairen Preis für ihre Produkte erhalten. Mit dem festgelegten Fairtrade-Mindestpreis und der Fairtrade-Prämie bekommen die Menschen im Süden die Möglichkeit ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft deutlich zu verbessern.

Mit dem Kauf von Fairtrade-zertifizierten Produkten haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Gewissheit, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauernfamilien und Beschäftigten in den Produzentenländern durch die Fairtrade-Standards verbessert und keine Kinder ausgebeutet werden.

Weiterhin wollen wir Erlöse aus unserem Fairtrade-Engagement Jambo Bukoba zukommen lassen, einem gemeinnützigen Verein, der sich für die Verbesserung der Lebensumstände und Bildungsqualität von Kindern und vor allem Mädchen in Tansania einsetzt.

Um zu einer Fairtrade-School ausgezeichnet zu werden müssen folgende fünf Kriterien erfüllt sein:

Kriterium 1

Gründung eines Fairtrade-Schulteams bestehend aus Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen, Schülern, Eltern sowie weiteren Interessierten.

Kriterium 2

Erstellen eines Fairtrade-Kompasses, der vom Rektor/der Rektorin unterzeichnet werden muss.

Kriterium 3

Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule.

Kriterium 4

In mindestens zwei Klassenstufen muss in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern der Faire Handel im Unterricht behandelt werden.

Kriterium 5

Mindestens einmal im Schuljahr muss es eine Schulaktion zum Thema Fairtrade geben.

In den kommenden Wochen und Monaten wird das neue gegründete Schulteam daran arbeiten, diese Kriterien umzusetzen.

Neuer Eine-Welt-Kiosk an unserer Schule

Das Eine-Welt-Laden-Team (Thea Saam (R10a), Franziska Lahner, Marlene Hinderegger, Anna Schwarz, Sabrina Steitz (alle R10b), Sarah Schwarz (R8b), Alexander Sachsenhauser)

Seit dem Schuljahr 2014/2015 haben wir einen „Eine-Welt–Kiosk“ an unserer Schule, der fair produzierte Produkte anbietet. Üblicherweise bekommen die Produzenten, insbesondere in der Dritten Welt, einen, am Verkaufspreis im deutschen Handel gemessen sehr geringen Lohn und werden bei ihrer schweren körperlichen Arbeit häufig ausgebeutet. Im fairen Handel dagegen erhalten die Produzenten von Kakao, Kaffee, Tee etc. unabhängig von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt immer einen angemessenen, fairen Preis für ihre Ware, sodass sie nicht Hunger leiden müssen.

Faire Preise ermöglichen in vielen dieser Länder bessere Lebensumstände und besseren Zugang zu Bildung. Und jeder kann dabei helfen! Wer fair gehandelte Ware kauft, hilft Menschen in der Dritten Welt. Da kann man sich mit noch mehr Genuss an der köstlichen Schokolade, den Keksen, Kaffee oder Fruchtschnitten erfreuen.

Mit unseren Überschüssen aus dem fairen Kiosk werden wir den Verein Jambo Bukoba, der sich in Tansania für Bildung, Gesundheit und Gleichberechtigung von Kindern einsetzt, unterstützen.

Dank der bereits erfolgten Refinanzierung des Kiosks durch eine großzügige Spende des Fördervereins der Schule wird der „Eine-Welt-Kiosk“ schon bald erste Projekte unterstützen können.

Der Verkauf der Waren erfolgt in regelmäßigen Abständen in den Pausen oder auch bei Schulveranstaltungen wie Konzerten, Elternabenden oder dem Sommerfest. Vor allem beim Sommerfest konnten wir viele Eltern und Schüler von unseren Produkten überzeugen, wofür wir uns herzlich bedanken möchten.

Im kommenden Schuljahr ist geplant, unsere Produktpalette zu erweitern und auch weitere interessierte Schülerinnen für das „Eine-Welt-Laden-Team“ zu gewinnen. Wer sich im neuen Schuljahr beteiligen möchte, ist herzlich willkommen.

"Zammgrauft"

Projekt zur Gewaltprävention – „zammgrauft“ 

erstellt durch das Präventions- und Opferschutzkommissariat und der Jugendbeamten des Polizeipräsidiums München in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring der Stadt München

Am 24.11 und am 26.11.2015 wurde in den 5. Klassen wieder das Projekt zur Gewaltprävention – „zammgrauft“ durch zwei Jugendbeamte der Polizei durchgeführt.

Durch spielerisch durchgeführte Übungen soll zunächst die Gemeinschaft gefördert werden. Die Kommunikationsfähigkeit der Kinder soll verbessert werden. Daneben wird ein allgemein akzeptiertes Regelwerk erarbeitet, werden Integration, Toleranz und Empathiefähigkeit geschult. Durch das gemeinsame Tun werden emotionale Erfahrungen gemacht, körperliche und psychische Grenzsituationen können nachempfunden werden und die Mädchen übernehmen Verantwortung. 

Die Schülerinnen lernen, was unter den Begriff Zivilcourage fällt. So erlernen sie etwa, wie ein optimales Opfer- und Helferverhalten aussieht, wie sich ein Zeuge situationsangepasst am besten verhält. Sie werden für Notsituationen sensibilisiert und letztendlich erfahren sie, wie wichtig couragiertes Handeln ist.

Anti-Gewalt-Strategien werden ihnen nahe gebracht, indem ihnen verschiedene Formen von Gewalt, wie körperliche und verbale Gewalt, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit oder Mobbing, erklärt werden und sie für Opfer sowie für die Verletzlichkeit ihres Körpers sensibilisiert werden. Anhand von situativen Rollenspielen, die den Kindern Spaß machen, können sie erkennen, wann und wodurch eine Auseinandersetzung eskaliert. Anhand von Nachbesprechungen nach jeder Übung werden ihnen Handlungsalternativen aufgezeigt.

Am Ende des Projektes entsteht neben Vereinbarungen für bestimmte Situationen auch eine Art „Verfassung“, mit der sich alle identifizieren können.

Umgangsformen

Benimmkurs für die 10. Klassen

Wenn alle Prüfungen geschrieben sind und der Puls wieder auf seine normalen Werte gesunken ist, haben die Schülerinnen der 10. Klasse viel Zeit, um nicht nur die Abschlussfeier vorzubereiten, sondern sich auch auf das Leben nach der Schule.

Um ihnen eine kleine Benimm-Hilfe zu geben, haben wir seit einigen Jahren einen ganztägigen Etikette-Kurs für die Absolventinnen im Angebot, der sehr regen Anklang findet.

Ziel ist es, den Schülerinnen moderne Umgangsformen sowohl mit den Mitmenschen als auch bei Tisch zu vermitteln. Dabei werden Sie von Frau Auffhammer angeleitet, die in kurzweiligen Stunden am Vormittag eine Zusammenfassung allgemeiner Benimmregeln mit den Mädchen erarbeitet.

Im praktischen Teil des Kurses können die Absolventinnen ihre oftmals neuerworbenen Kenntnisse bei einem gemeinsamen 4-Gänge-Menü in der nahegelegenen „Schwaige“ in die Tat umsetzen und ggf. nochmals Fragen an die Fachfrau stellen.

In Summe ist dieser Tag, der von den Eltern als „Geschenk zum Realschulabschluss“ gesehen wird, eine gute Investition für das ganze Leben!