Fastenaktion Misereor 2018

HEUTE SCHON DIE WELT VERÄNDERT?

Melvin Pangya aus Indien zu Gast an unserer Schule

 

Melvin Pangya, Koordinator für die Projekte von Caritas Indien im westindischen Bundesstaat Maharashtra war am Freitag, 16. März 2018 vormittags Gast an unserer Schule - zusammen mit Frau Otterbach (Referat Weltkirche der Erzdiözese München und Freising).

Der ländliche Raum in Maharashtra ist generell noch sehr von Armut geprägt und immer wieder den Auswirkungen des Klimawandels unterworfen, was die Kleinbauern besonders extrem spüren und in Bedrängnis bringt. Besonders eingebunden ist Melvin Pangya in das Projekt zum People-Led Empowerment (PLE). Der Ansatz, dass die Dorfgemeinschaften ihre Entwicklung selbstständig vorantreiben, sagt ihm zu. Da die Strategie aber noch recht neu ist, muss er viel Überzeugungsarbeit leisten: nicht nur bei Dorfbewohnern, sondern auch bei Partnerorganisationen, wie beispielsweise den Sozialstellen der Diözesen. Gerne kommt er an die Schulen, um mit den Schülerinnen und Schülern in den Austausch darüber zu kommen, was gutes Leben bei uns und in Indien heißt und was wir diesbezüglich von den Partnerinnen und Partnern von Misereor, die vor Ort direkt mit den Menschen arbeiten, lernen können. (Misereor Fastenaktion)

Dies hat Herr Pangya eindrucksvoll und sehr persönlich den Schülerinnen und Lehrkräften nahe gebracht.

 

 

Auf den Spuren des Wolfes

Am Dienstag, 13.03.18 hielt der Biologe, Peter Sürth, einen Vortrag über Wölfe, Braunbären und Luchse vor den Schülerinnen der drei 5. Klassen.

Dabei berichtete er auch von seinen Exkursionen in Rumänien und zeigte dazu viele Bilder, Filme und unterschiedliches Anschauungsmaterial. Im Anschluss beantwortete er die zahlreichen Fragen der Kinder und stellte die unterschiedlichen Perspektiven in Bezug auf die Ausbreitung und die dadurch entstehenden Konflikte dar.

Da auch in Bayern die Wölfe zurückkehren, liegt der Schwerpunkt seines Vortrags in der Aufklärung über die zukünftigen Herausforderungen im Umgang mit den Wildtieren.

Nähere Informationen: http://wordpress.derwegderwoelfe.de/

Aus dem Sozialkundeunterricht

„Tag der freien Schulen zur Landtagswahl 2018”, eine bayernweite Veranstaltung

Organisiert wurde der Aktionstag vom Verband Bayerischer Privatschulen, dem Katholischen Schulwerk in Bayern und der Evangelischen Schulstiftung in Bayern, unterstützt von den Montessori- und Waldorfschulen in Bayern.

Eingeladen wurden die Abgeordneten in ihrem Wahlkreis vor Ort.

Ein besonderes Anliegen bestand zunächst darin, gegen Politikverdrossenheit und Radikalisierung alle mit ins Boot zu holen. Die Organisatoren wollen unsere Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und Lehrer mit den Abgeordneten zum Dialog bringen, um damit den demokratischen Prozess zu fördern und andererseits möchten sie auch die Situation der Freien Schulen ins Blickfeld rücken.

Durch den direkten Kontakt mit Landtagsabgeordneten soll das staatsbürgerliche Interesse der Schülerinnen und Schüler angeregt werden. Die Abgeordneten erhielten Gelegenheit, durch den direkten Einblick in das Schulleben, die Besonderheiten der Arbeit der Freien Schulen kennen zu lernen und den Dialog mit den Freien Schulen in Bayern zu förder.

Am Montag, 12.03.2018 besuchte die Landtagsabgeordnete, Katharina Schulze, vom Bündnis 90 die Grünen, nach drei Jahren erneut die Maria-Ward-Realschule Nymphenburg. Sie nahm sich trotz vielfältiger anderer Verpflichtungen 60 Minuten Zeit und hielt vor Schülerinnen aus drei 10. Klassen einen kurzen Vortrag zu verschiedenen Aspekten ihrer Arbeit als Landtagsabgeordnete.

Sie betonte in ihrer kurzen persönlichen Selbstvorstellung, dass einer ihrer besonderen Schwerpunkte im Ausschuss „Innenpolitik“ beim Thema: Rechtsradikalismus liege. Anschließend stellte sie sich den unterschiedlichsten Fragen der Schülerinnen. In einer anschließenden Diskussion mit den Schülerinnen kam immer wieder zum Ausdruck, dass es in einer Demokratie unterschiedliche Meinungen geben muss. Die Arbeit einer Abgeordneten der Opposition stellt mehr denn je einen wichtigen Beitrag im Landtag dar. Die politische Arbeit bedarf einer inneren Haltung eines jeden Abgeordneten, sie betonte dabei auch, dass es sich lohne, sich bereits als junger Mensch politisch zu engagieren. Sie ermunterte die anwesenden jungen Frauen, für politische Themen offen zu sein, unter Umständen auch öffentlich Stellung zu beziehen und Zivilcourage zu zeigen.

Frau Schulze ist Vorsitzende der Grünen Landtagsfraktion im Bayrischen Landtag und Sprecherin für Innenpolitik, Sport und Strategien gegen Rechtsextremismus.

Aufgewachsen ist sie in Herrsching am Ammersee. Schon zu Schulzeiten konnte sie es nicht lassen, sich einzubringen und zu engagieren, so war sie viele Jahre Schülersprecherin am Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching.

Nach dem Abitur studierte sie Interkulturelle Kommunikation, Politikwissenschaft und Psychologie an der Ludwig-Maximilian-Universität und verbrachte ein Auslandssemester an der University of California, San Diego

Von 2010 bis 2015 wählten sie die Münchner Grünen zu ihrer Stadtvorsitzenden. Dort arbeitete sie im Vorstand engagiert mit, ihre inhaltlichen Schwerpunkte waren die Umwelt-, Klima- und Genderpolitik. 2011 schloss sie ihr Studium erfolgreich ab und begann ihre Promotion an der Ludwig-Maximilian-Universität. Die Mitglieder des Wahlkreises Milbertshofen stellten sie im Oktober 2012 als Landtagskandidatin auf. Seit dem 15. September 2013 ist sie Mitglied des Bayerischen Landtags. Von ihrer Fraktion wurde sie zur Fraktionsvorsitzenden gewählt und ist nun innen- und sportpolitische Sprecherin sowie Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus.

Sie vertritt die Grünen im Ausschuss für „Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport“ sowie im Ausschuss für „Verfassung, Recht und Parlamentsfragen“. Für die Fraktion ist sie außerdem Mitglied im Kuratorium der Hochschule für Politik (HfP), im HfP - Reformbeirat und im Landessportbeirat sowie im Parlamentarischen Kontrollgremium.

Insgesamt haben die Schülerinnen eine junge engagierte Frau kennengelernt, die durch ihre jugendliche Ausstrahlung und durch ihre schülerzugewandte Art überzeugend darstellen konnte, dass politische Themen interessant und politisches Arbeiten und Mitwirken Freude und Erfüllung bringen können und dass es sich lohnt, sich für die Gesellschaft politisch einzusetzen.

Link zu Kathrina Schulze

„Digitale Vampire in der Wolke“

 

Mediensicherheitstraining „Klicksalat“

Der Mediensicherheitstrainer Herr Kabierske besuchte am 23.02.2018 erneut unsere Schule, nachdem er bereits im November 2017 Workshops für die 6. und 7. Klassen angeboten hatte. Dieses Mal führte er auf bewährt kompetente und kurzweilige Weise die 5., 8. und 9. Jahrgangsstufe in die Welt des Cloud-Computings und der damit verbundenen Gefahren ein.

Die älteren Schülerinnen erfuhren, dass WhatsApp und Co. sämtliche Informationen der Nutzer in einer „Wolke“, nämlich großen Rechenzentren, speichern. Dort lauern „digitale Vampire“, die das „Daten-Blut“ unter anderem zu Werbezwecken verwenden. Dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, wurde beim Thema Persönlichkeitsrecht deutlich. Die teilweise drastischen Strafen, mit welchen z. B. Beleidigungen und Verleumdungen geahndet werden können, sorgten für viele erstaunte und betroffene Gesichter unter den Zuhörern. Ohne Zweifel hat der Vortrag die Schülerinnen dazu angeregt, ihr eigenes Medienverhalten zu überdenken.

Ebenso informativ war der Workshop für die 5. Klassen, der den Schwerpunkt auf Cybermobbing legte. Auch hier knüpfte Herr Kabierske an die Erfahrungen der Mädchen an und ging auf deren zahlreiche Fragen ein. Dabei wurde deutlich, dass vielen Kindern nicht bewusst war, wie wenig Privatsphäre es im Internet gibt und wie einfach vermeintlich private Inhalte ohne ihre Zustimmung veröffentlicht werden können. Insbesondere in der 5. Jahrgangsstufe werden nun im Fach LOC (Lernorganisation und Computer) die beim Klicksalat angesprochenen Themen weiter vertieft, denn die Erfahrung zeigt, dass Medienerziehung gar nicht früh genug beginnen kann.

„Das andere Leben“ - eine Kampagne für mehr Demokratie – erinnern – fühlen – verstehen – handeln

Geschichte lebendig werden lassen, geht das? Am 25.01. versuchten wir das mittels einer szenischen Lesung mit musikalischer Untermalung.

Dem Schauspieler und Synchronsprecher, Thomas Darchinger, "Meister der feinen Töne", wie er einmal vom Bayerischen Rundfunk genannt wurde, gelang dies in besonderer Weise, er fesselte etwa 400 Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums und der Maria-Ward-Realschule mit seinem Vortrag über die Erlebnisse eines Überlebenden des Holocausts. Wolfgang Lackerschmid, ein international renommierter Jazzmusiker und Vibraphonist, begleitete ihn dabei einfühlsam.

Herr Darchinger lieh der Hauptperson, Solly Ganor, einem litauischen Überlebenden Juden, seine Stimme und erweckte damit die Erlebnisse aus der Perspektive des jugendlichen Solly während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten, vor allem die Erlebnisse in verschiedenen Konzentrationslagern und während des Todesmarsches von Dachau aus in Richtung Norddeutschland mehr als eindringlich zum Leben. Variantenreich und stimmgewaltig ließ der Schauspieler dabei eindrucksvoll SS-Aufseher, Mitgefangene und am Rande auftauchende Zivilisten vor dem inneren Auge der Zuhörerinnen entstehen.

90 Minuten lang wurden mucksmäuschenstille, konzentrierte Schülerinnen in den Bann der Erlebnisse Sollys gezogen.

In seiner Schlussansprache betonte der Schauspieler nochmals die Zielsetzung dieser Lesung, es geht dabei nicht nur um Information oder Erinnerung über die Schrecken von 12 Jahren Nationalsozialismus. Alle Personen unserer Gesellschaft sollen sich angesprochen fühlen, damit sie die Errungenschaften unserer Demokratie, wie sie nach 1945 entstanden ist, nicht zum „Nulltarif“ und nicht als selbstverständlich hinnehmen. Sie muss jederzeit aktiv verteidigt und gelebt werden, denn ein passives Verhalten leistet einer Diktatur Vorschub.

In Anspielung auf die zurzeit vielerorts zu beobachtende Haltung mancher Politiker unserer Tage wies er die Schülerinnen darauf hin, dass die meisten Probleme unserer Zeit nicht mit einfach klingenden Parolen, mit Twittertexten oder Verboten zu lösen sind, auch wenn uns das von verschiedenen Seiten suggeriert wird. So richtete er einen Appell an sein junges Publikum: „Bildet Euch eine eigene Meinung, hinterfragt alle Informationen, auch die in Medien aller Art, seid kritisch, toleriert auch fremde Menschen. Nur so könnt Ihr Freiheit und Demokratie schützen“

Die Veranstaltung endete unter lautem Beifall.

Gemeinschaftstag 5b

Ich-Du-Wir - das war das Motto des Gemeinschaftstages der 5b am 25. Januar.

Ich-Du-Wir, das hieß Gemeinschaft in Spielen spüren (draußen unter blauem Himmel!), in kreativen Selbstbildnissen, Partnerübungen und Gruppenarbeiten.

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Klassengemeinschaft, in der sich alle wohlfühlen können, haben wir aus vielfältigen Perspektiven betrachtet und am Ende die Ergebnisse auf einem Plakat festgehalten.

Unsere Wünsche für ein gutes Gelingen bewahren wir jetzt in einer Schatzkiste auf. In den kleinen Pausen gab es Raum und Zeit, die vielen selbst gebackenen Kuchen und die Obst- und Käsespieße zu essen, zu lachen und auch mal ausgelassen zu tanzen.

Das hat allen Beteiligten nicht nur viel Freude bereitet, sondern das Zusammengehörigkeitsgefühl in der 5b auch deutlich gestärkt. Wie schön der Tag war, wurde am Ende in einer kleinen Andacht sichtbar, als jede Schülerin für ihren festen Platz in der Klassengemeinschaft ein Licht anzünden durfte.

KLICKSALAT - Mediensicherheitstraining

Medienkompetenz – Digitalisierung - täglich begegnet uns diese Thematik und stellt Schule und Eltern vor neue Herausforderungen. So wollen auch wir zusammen mit den Eltern unseren Schülerinnen das nötige Know-How dafür mitgeben und sie in diese Lebenswelt hinein begleiten. Alle Jugendlichen bewegen sich in der digitalen Welt – intuitiv und selbstverständlich.
„Klicksalat hilft Eltern, Lehrern und Jugendlichen, die richtigen Fragen zu stellen und die nötigen Grenzen zu ziehen.“ (Kabierske)

Dies hat unsere Schule am Donnerstag, 09.11.2017, den Schülerinnen der 6. und 7. Klassen in den Workshops „Cybermobbing“ und den Eltern aller Jahrgangsstufen im abendlichen Elternvortrag angeboten.

Die Schülerinnen wurden in Ihrer Lebenswelt angesprochen und konnten durch den multimedialen Vortrag und die praxisorientierten Aufgaben nachhaltig Gewinn aus dieser Veranstaltung ziehen. Viele berichteten von ihren eigenen Erfahrungen, die Herr Kabierske gerne aufnahm. Gleich wie beim Elternvortrag am Abend kamen viele Fragen auf, die vom Referenten kompetent beantwortet werden konnten.

Reich an neuem Wissen können nun die Schülerinnen untereinander, mit ihren Eltern und mit den Lehrkräften über die gehörten Themen ins Gespräch kommen, so dass diese Veranstaltung in die schulische wie private Welt der Schülerinnen hineinwirkt.

Auch die Schülerinnen der 5./8./9. Jahrgangsstufen dürfen sich im Workshop bzw. Vortrag „Klicksalat“ am 23.02.2018 zusammen mit Herrn Kabierske mit dieser wichtigen, weitreichenden Thematik auseinandersetzen.

Ein Stück Brauchtum an unserer Schule - Trachtentag

Seit Jahren ist es an unseren beiden Schulen Tradition, dass wir während des Oktoberfestes einen fest installierten „Trachtentag“ haben, an dem sowohl die Schülerinnen als auch die Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen in Trachtenkleidung in die Schule kommen.

Ursprünglich verstand man unter Tracht ganz allgemein das "Tragen" von Kleidung oder die "getragene" Kleidung selbst. Die bäuerliche Tracht war und ist ebenso wie jede andere Kleidung dem Wandel der Mode unterworfen. So gibt es auch keine einheitliche „bayrische Tracht“, sondern viele Varianten.

Unter dem bayerischen König Max II. wurde die Tracht hoffähig. Er band Trachtenträger offiziell in sein Hofzeremoniell ein und trug selbst bei der Jagd gerne Trachtenjanker mit Lederhose.

Zu festlichen Gelegenheiten, Familienfeiern und Hochzeiten ist das Tragen von Tracht in ganz Altbayern durchaus noch üblich und sie gilt im Gegensatz zu früheren Jahren wieder als schick und trendy.

Auch heute am 27. September fanden sich wieder viele Schülerinnen, Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen in feschem Gewand in der Schule ein.

„Steinzeitprojekt“ der 6. Klassen

 

Am Donnerstag, 21.09. 2017 führte Lothar Breinl, Grabungstechniker des Landesamtes für Denkmalpflege sowie experimenteller Archäologe, die Schülerinnen aus drei 6. Klassen in die Zeit der Alt- und Jungsteinzeit ein. Mittels eines kleinen Vortrags über archäologische Grabungen und Gegenstände aus der Steinzeit zeigte er anhand von Bildern u.a. ein rekonstruiertes jungsteinzeitliches Langhaus sowie verschiedene Gräberfunde. Wie bedeutsam die Nutzung bzw. die Kunst des Feuermachens für die Entwicklung des Menschen war, erarbeitete er mittels geschickter Fragen mit den Mädchen.

Anschließend demonstrierte er seinen staunenden, jungen Zuhörerinnen, wie mit einem Schlagstein aus Markasit oder Pyrit (auch "Katzengold" genannt) ein zündender Funke geschlagen wird, der dann mit geraspelten Zunderschwammschnipseln aufgefangen wird, sodass sich Glut bildete. Danach machte er vor, wie die Steinzeitmenschen vorgingen, um aus Feuersteinen Werkzeuge und Waffenteile herzustellen, etwa einen Faustkeil, Klingen oder Pfeilspitzen. Steine bildeten Jahrtausende lang das wichtigste Material im Leben der Menschen. Sie konnten damit Holz bearbeiten, Tiere jagen, Felle präparieren, sich gegen Feinde verteidigen, alles Mögliche schneiden u.v.m. Um Feuersteinmesser und -spitzen etwa in einem Holzschaft zu befestigen, benötigten die frühen Handwerker Klebemittel, auch Birkenteer genannt, das war bis ins Mittelalter hinein der 'Alleskleber' der Vergangenheit. Diesen stellten die Menschen mittels eines speziellen Brennverfahrens her. Muscheln spielten sowohl für Frauen als auch für Männer eine wichtige dekorative Rolle.

Nach dem Vortragsteil durften die Mädchen dann je nach Lust und Geschicklichkeit Muschelschmuck selbst Hand anlegen und aus Ton kleine Gefäße oder kleine Skulpturen herstellen. Sie konnten aber auch einen steinzeitlichen Bohrer zusammenbinden, der später auf schmalen Holzschindeln auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden konnte. Die Herstellung eins steinzeitlichen „Telefons“, ein rechteckiges Holzplättchen, das an eine Schnur/ an ein Lederband gebunden wie ein Propeller herumgeschleudert werden muss, bis ein lautes Surren zu hören ist, war besonders beliebt. Das Geräusch ist auch über eine größere Distanz noch gut zu hören.

Da auch das Wetter an diesem Tag mitspielte, konnte das experimentelle Basteln und Werkeln im Freien bei Sonnenschein durchgeführt werden.

Alles in allem wird der Vormittag, der viel zu schnell verging, den Mädchen sicherlich im Gedächtnis bleiben.

Autorenlesung Dirk Reinhardt: Train Kids (09.05.2017)

„Wie haben Sie sich in Mexiko verständigt?“ „War es für Sie als 'Weißer' dort nicht auch gefährlich?“ „Warum nehmen die Mütter ihre Kinder nicht mit in die USA?“

Dirk Reinhardt hatte noch gar nicht begonnen, aus „Train Kids“ vorzulesen, als das rege Interesse seitens der Schülerinnen an den Hintergründen seines Romans schon spürbar wurde.

Am 9. Mai stellte der Jugendbuchautor Dirk Reinhardt den 7. und 8. Klassen in zwei Lesungen sein jüngstes Werk vor, in dem fünf Jugendliche als blinde Passagiere auf Güterzügen von Mittelamerika über Mexiko in die USA flüchten.

Der Roman beruht auf wahren Geschichten. Viele Kinder werden in diesen Ländern von ihren Vätern verlassen, woraufhin die Mütter für ein bis zwei Jahre in die USA gehen, um nach ihrer Rückkehr mit dem dort verdienten Geld die Existenz ihrer Familie sichern zu können. Aber sie kommen nicht immer zurück. Deshalb machen sich die Kinder ebenfalls auf den Weg in die Staaten – illegal und auf Güterzügen, weil es keine Personenzüge gibt. Das ist ein lebensgefährliches Unterfangen: Die Kinder springen auf fahrende Züge auf, von denen sie nicht wissen, wohin sie überhaupt fahren, und sind auf ihrer Flucht nicht nur Wind und Wetter ausgesetzt, sondern auch Drogenhändlern und Menschenschmugglern.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen von der Einführung des Schriftstellers in sein Werk. Er war für die Vorbereitungen zu seinem Buch selbst in Mexiko gewesen und hat einige der flüchtenden Jugendlichen begleitet und mit ihnen gesprochen. Diese Geschichten hat er in seinem Roman verarbeitet, die Protagonisten sind hingegen frei erfunden. Die Idee für dieses Buch lieferte ihm eine Reportage in der Zeitschrift GEO über einen Jungen, der über Mexiko in die USA fliehen wollte.

Nach der Darstellung der Hintergrundinformationen mit Fotos las der Autor Szenen aus seinem Werk vor, die er mit verbindenden Worten inhaltlich miteinander verknüpfte. Geduldig beantwortete er im Anschluss die vielen Fragen der Mädchen und signierte zuletzt seine Bücher, die begeisterte Leserinnen mitgebracht hatten.

Berufsinformationsmesse für die Schülerinnen der 8., 9. und 10. Klassen an der Erzbischöflichen Maria-Ward-Realschule Nymphenburg!

Am Samstag, den 29. April 2017, konnten die Schülerinnen der 8., 9. sowie 10. Klassen im Rahmen der alljährlich stattfindenden Berufsinformationsmesse diverse Berufsbilder an unserer Realschule kennenlernen.

Vorab berichtete eine Ehemalige über ihre positiven Erfahrungen an der Friedrich Oberlin FOS, sie überzeugte das Publikum zudem davon, dass man als Realschülerin durchaus das Ziel „Fachabitur“ bzw. „Allgemeine Hochschulreife“ vor Augen habe sollte.

Anschließend erläuterte Frau Dr. Laxhuber, die Schulleiterin der Friedrich Oberlin FOS in Pasing, alle Modalitäten zum Aufnahmeverfahren an der FOS sowie den Weg bis zum Fachabitur bzw. zur Allgemeinen Hochschulreife. Nach dem Vortrag von Frau Dr. Laxhuber stellte sich Frau Schmederer von der Arbeitsagentur den Schülerinnen vor. Sie steht den Mädchen in allen berufsspezifischen Belangen zur Seite, sei es in Einzelgesprächen oder bei den Besuchen der Klassen im Berufsinformationszentrum (BIZ).

In den Klassenzimmern des Engelhauses hatten sich in der Zwischenzeit Vertreter bzw. Vertreterinnen unterschiedlicher Berufssparten positioniert. Während sich die Schülerinnen der 8. und 9. Klassen vorerst einen groben Überblick verschafften, gingen einige Schülerinnen der 10. Klassen gezielt auf Ausbildungsplatzsuche.

Ein breites Spektrum an Unternehmen (Siemens, Bundeswehr, Bayerische Ingenieurkammer-Bau, Mercedes Benz, Polizei…) bot sich den Schülerinnen dar.

Hin und wieder traf man auf Ehemalige, die nunmehr als Auszubildende unseren Mädchen informationsreiche Tipps zur Berufswahl geben konnten. Um 13 Uhr endete die Berufsinformationsmesse, sodass Eltern als auch Schülerinnen das sonnige Wochenende, reich an Informationen, genießen konnten.

Basketballturnier

 

Angetreten waren jeweils zwei Teams je Klasse der 7. Jahrgangsstufe. Mit Teamnamen wie „Maria-Ward-Girls“, „Kartoffel-Köpfe“,“ No-Names“ etc. kämpften die Schülerinnen teilweise bereits vor Wettkampfbeginn um vollständige Teams, da Verletzungen und Krankheiten oftmals spontane Neuorganisierungen von den Schülerinnen verlangten. Dennoch gelang es zwei Mannschaften nach kräfteraubenden 10 Minuten-Spielzeiten in der Vor-, Zwischen- und Endrunde das Finale zu bestreiten. Der Sieg wurde erst in der Nachspielzeit erreicht und so konnten sich die „Patatas“ der 7a mit nur einem Korb mehr als ihre Kontrahentinnen der 7b („Chicas“) als Siegerinnen von den anderen Mitspielerinnen feiern lassen.

Auch die Cheerleader der einzelnen Klassen traten gegeneinander an. Mit einstudierten Choreographien und Pyramiden begeisterten alle Gruppen die Zuschauer. Und wieder war hier die 7a erfolgreich. Mit einem kunterbunten Programm aus Turn- und Tanzelementen gewannen sie ebenfalls in dieser Kategorie.

Auch wenn nicht immer alle Mädchen mit den Entscheidungen der Schiedsrichter einverstanden waren, hoffen wir, dass es ein schöner Vormittag für die Mädchen war.

Die Gänsemagd

(frei nach dem Märchen der Gebrüder Grimm)

Am Montag, 19.12.2016 gastierte Herr Malzacher mit seinen Puppen in der Aula der Maria-Ward-Schulen Nymphenburg vor Schülerinnen der 5. und 6. Klasse. 124 Mädchen verfolgten aufmerksam das Spiel auf der Bühne.

Es hat einst eine Königstochter gelebt, die aus politischen Überlegungen verheiratet wird. Dazu schickt die Mutter die Braut in ein fernes Königreich. Eine gehässige, mobbende Dienerin und ihr Gehilfe zwingen die junge Frau einem Rollentausch zuzustimmen. Nach einem Schwur, diese Täuschung niemandem zu verraten, fügt sich die wahre Prinzessin in ihr erniedrigendes Schicksal, künftig als Gänsemagd zu dienen. Einzig ihr sprechendes Pferd Fallada könnte noch die Täuschung aufdecken, um dies zu verhindern, wird dem Pferd der Kopf abgeschlagen und am Stadttor befestigt. Doch nach einiger Zeit fliegt der Schwindel auf und der kluge Schwiegervater verhilft der richtigen Braut zu einem gerechten Happy End.

Bei all den märchenhaften Elementen beinhaltete die Geschichte auch zeitkritische Passagen, in denen den Zuschauerinnen etwa aufgezeigt wurde, wie mobbendes Verhalten ausgeübt wird. Zwar wird ein solches Verhalten gerne als „Späßchen“ schön geredet, doch steckt dahinter oft Bosheit, Gier, Lüge und Täuschung.

Das Malzacher Figurentheater ist ein Ein-Mann-Tournee-Theater.

Herr Malzacher baut seine charaktervollen Puppen und Masken eigenhändig, aber auch seine Stücke schreibt er selbst. Er fährt zu Gastspielen in ganz Deutschland herum, auch nach Österreich und in die Schweiz führen seine Wege. Er hat an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart studiert und an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Lange hat er ausschließlich als Schauspieler gearbeitet.

Immer sucht Herr Malzacher die Nähe zu seinem Publikum. Das Unverwechselbare an seinem Theater ist die Mischung aus klassischen Vorlagen plus zeitkritischen, aktuellen Versatzstücken! Als Erzähler hält er gerne direkten Kontakt zum Publikum.

Dies konnten die Schülerinnen am Ende der Vorführung direkt erleben, denn Herr Malzacher beantwortete geduldig die vielen Fragen seiner jungen Zuhörerinnen. So interessierte es sie u.a., wie lange es dauert, bis eine Spielfigur hergestellt ist oder wie lange das Einstudieren eines Stückes dauert.

Sicherlich wird er wieder einmal an unserer Schule auftreten.

 

 

"Hier kommt die Klasse mit dem Weihnachtsbeat!"

 

Mit einem selbst gedichteten Weihnachtsrap, „Hier kommt die Klasse mit dem Weihnachtsbeat!” und einer im Musikunterricht erarbeiteten Choreografie eröffneten die Klassen 5a und 5c das diesjährige Weihnachtskonzert im Neonlook.

Am Donnerstag, den 15. Dezember, war die Aula der Realschule bis auf den letzten Platz mit Akteuren sowie kleinen und großen Besuchern besetzt. Zwei Schülerinnen der 9. Klassen, Antonia Raab und Aliyah Jentzsch, führten das Publikum mit großem Engagement und schauspielerischem Talent durch den Abend. Zehn Klassen und viele Einzelbeiträge sorgten für ein abwechslungsreiches Programm, das sich aus klassischen, z.B. „Stille Nacht, heilige Nacht“ und poppigen Weihnachtsliedern, „Santa tell me“, zusammensetzte. Auch besinnliche Songs aus den Charts sowie Filmusiken wurden der Zuhörerschaft präsentiert. Viele unterschiedliche Instrumente kamen dabei zum Einsatz. Auch kleinere Ensembles, wie die Bläsergruppe, das Kammerorchester und die Schulband unter der Leitung der Musikfachschaft trugen zum Gelingen des Abends bei. Mut bewiesen vor allem einzelne Schülerinnen aus den 5. Klassen, die sich zum ersten Mal einem Publikum stellten. Für das leibliche Wohl sorgten in der zwanzigminütigen Pause Frau Schaaps und Schülerinnen der Klasse 9a. Doch nicht nur kulinarischer Genuss war geboten, auch musikalische Leckerbissen wurden der Zuhörerschaft offeriert. Adele Kövecs (10a) stellte ihr musikalisches Talent mit dem Jazz-Stück „These foolish things“ unter Beweis, ihre Mitschülerin Isabella Bilan, ebenfalls 10a, brillierte mit dem Fantaisie-Impromptu von Frederic Chopin. Auch die Technik-AG unter Leitung von Herrn Rocker unterstützte tatkräftig die Darsteller auf der Bühne. Allen Akteuren vor und hinter den Kulissen sei nochmals ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Die Fachschaft Musik wünscht allen Schülerinnen und Eltern eine besinnliche Weihnachtszeit!

„Feliz Navidad“!

Beeindruckender Erfolg des Weihnachtsbasars 2016

Hoch her ging es am Freitag, den 09.12.2016, denn zahlreiche Besucher hatten sich zu unserem alljährlich stattfindenden Weihnachtsbasar eingefunden

Die Schülerinnen der beiden Maria-Ward-Schulen boten viele liebevoll gebastelte Kleinigkeiten zum Verkauf an, verlockten mit köstlichen Plätzchen und leckerem Kuchen im Cafe zum Probieren und Innehalten, all das untermalten die Musikerinnen des Gymnasiums mit weihnachtlichen Melodien, heiße Getränke und frisch gegrillte Wurst lockten nach draußen, wo sich viele Eltern, Lehrkräfte, Ehemalige und Schülerinnen zu einem angeregten Plausch versammelten. Auch die Schwestern der Congregatio Jesu sorgten mit ihren selbst gefertigten Produkten für eine gute Nachfrage.

Der Erlös von 11 000,- € wird gleichmäßig aufgeteilt sowohl dem Mary Ward Children’s Home in Simbabwe als auch der Kinderhilfe Afghanistan der Familie Erös (Maryam-Girls-High-School im pakistanischen Sargodha) zu Gute kommen.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Unterstützern, Käufern und Spendern anlässlich unseres Weihnachtsbasars, der durch das Engagement unserer Schülerinnen, ihrer Lehrkräfte und vieler Eltern zustande kam, ganz herzlich.

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben, rund 600 000 Schülerinnen und Schüler an über 7000 Schulen beteiligen sich jedes Jahr daran.

 

Auch die 6. Klassen der Maria-Ward-Realschule in Nymphenburg nehmen jährlich daran teil. So versammelten sich die Klassen 6a und 6b am 7. Dezember 2016 gespannt in einem Klassenzimmer, um den zuvor ermittelten Klassensiegerinnen beim Vorlesen zu lauschen. Diese präsentierten in der ersten Runde zunächst eine vorbereitete Textstelle aus einem selbst gewählten Buch. Danach sollten die jungen Leserinnen, Magdalena Hofmann (6a) und Lena Valentin (6b), in der zweiten Runde eine Textstelle vorlesen, die sie noch nicht kannten. Dafür hatte die Jury, bestehend aus den Deutschlehrkräften der beiden Klassen und drei Mitgliedern des Elternbeirats, das Kinder- und Jugendbuch „Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers“ des Autors Sherman Alexie ausgewählt. Alle Mitschülerinnen der Kandidatinnen fieberten mit, als es um die Entscheidung ging, wer am besten gelesen hatte.

Nach der Auswertungspause stand das Ergebnis der Jury fest: Lena Valentin wurde Schulsiegerin, denn sie überzeugte durch eine flüssige und gut betonte Lesetechnik.

Für Lena ist der Vorlesewettbewerb damit jedoch noch nicht beendet: Im Februar liest sie mit allen anderen Siegern aus der Landeshauptstadt München um die Wette. Wir drücken ihr die Daumen!