Morgenkreis

Den Übergang bewusst wahrnehmen, ankommen und sich bereit machen

Der Morgenkreis in seiner Funktion als Übergang von Zuhause zur Schule ist ein Markenzeichen unserer pädagogischen Ausrichtung, welche unserer christlichen Sicht auf den Menschen entspricht. Der montäglich vor dem Unterrichtsbeginn stattfindende Morgenkreis erlaubt den Mädchen einen sanften Start in die schulische „Arbeitswelt“. Insofern führt der Morgenkreis ganz streng genommen kein ausschließliches Inseldasein, vielmehr bildet der Morgenkreis als fest verankertes Ritual eine Brücke, welche die Schülerinnen geradewegs hinein in den Lernort Schule führt. Rituale geben uns Sicherheit und schaffen Bewusstsein, was die Schülerinnen durchwegs zu schätzen wissen. Hier dürfen sie - bevor sie zu Schülerinnen werden, denen Leistungen abverlangt werden - Mensch sein, dürfen innehalten und sich so zeigen wie sie sind. Wie Mary Ward es uns empfohlen hat: „Zeige dich wie du bist und sei, wie du dich zeigst.“ Und zwar mit den Stärken und Schwächen, mit Hoffnungen und Ängsten, mit Bedürfnissen und Wünschen.

Der Kreis ermöglicht uns eine Begegnung von Angesicht zu Angesicht, wo ich den anderen wahrnehmen kann, was in der stark virtualisierten Welt von whatsapp, facebook und Internet nicht mehr selbstverständlich ist. Die direkte Kommunikation schult den Blick auf den anderen und uns selbst.

Die Themen, die im Morgenkreis besprochen werden, sind vielfältiger Natur, dabei gemeinschafts- und erlebnisorientiert, altersgemäß und abwechslungsreich gestaltet: Wir beschäftigen uns unter anderem mit Freundschaft, Gemeinschaft, Jahreszeiten, Kirchenfesten, Natur, aktuellen Themen der Welt, Festen in der Klasse, Werten, u.v.m